Lokales

Alte Kulturpflanzen

Die Entwicklung bäuerlicher Gärten vom 17. Jahrhundert bis heute ist Thema einer Führung am Freitag, 10. Juni, um 16 Uhr im Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren.

BEUREN Landschaftsplanerin Mirjam Maus aus Neuffen zeigt anhand der im Freilichtmuseum angelegten Bauerngärten den unterschiedlichen Gartenaufbau. Gut zu erkennen ist auch der Wandel bei der Bepflanzung, die sich im Laufe der Zeit ganz unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnissen anpasste.

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Bei der Führung werden ein Nutzgarten um 1700, ein Kräutergarten um 1800 und ein Gemüsegarten um 1925 gezeigt. Näher betrachtet wird ebenso der Garten einer Flüchtlingsfamilie um 1957. Die Vertriebenen pflanzten Kulturpflanzen an, die sie aus ihrer alten Heimat kannten, wie beispielsweise Knoblauch, Paprika, Kürbis oder Bauerntabak. Damit kamen andere Essgewohnheiten nach Württemberg, was sich in der Folge wiederum in der Anlage der Gärten widerspiegelte.

Die Gartenführung dauert rund anderthalb Stunden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme an der Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Neben den bepflanzten Bauerngärten werden auf den Museumsäckern alte Kulturpflanzen wieder angebaut, unter anderem Flachs, Hanf, Topinambur, Linsen, Tabak, Zicchorie und über 70 alte Kartoffelsorten.

Alle sieben baden-württembergischen Freilichtmuseen bieten in der Saison 2005 unter dem Motto "Rettich, Rauken und Rosen" unterschiedliche Veranstaltungen zum Thema "Gärten" an.

Nähere Informationen: Infoservice der Arbeitsgemeinschaft der sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg, Telefon 0 78 31/93 56 10 beziehungsweise im Internet unter www.landmuseen.de.

pm