Lokales

"Alternativen nutzen"

Die Grünen im Landkreis Esslingen können zwischen stockenden russischen Erdöllieferungen nach Westeuropa und der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke keinen Zusammenhang erkennen.

KREIS ESSLINGEN "Wie ein Automat, in den ein Geldstück eingeworfen wird, wird von CDU/CSU und FDP nach Atomkraftwerken gerufen, sobald es Probleme bei den Öllieferungen gibt", kritisiert Heike Habermann vom Kreisvorstand. "Dabei haben weder die petrochemische Industrie noch der Straßenverkehr etwas davon. Atomkraftwerke produzieren Strom; Öl wird hauptsächlich im Verkehr und zur Wärmeerzeugung und so gut wie gar nicht zur Stromproduktion eingesetzt." Sinn mache viel mehr, die bereits vorhandenen Alternativen zum Öl wie etwa Biokraftstoffe zu nutzen, die Energieeffizienz zu steigern und Energiesparmaßnahmen zu fördern.

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"Auch sollte die europäische Automobilindustrie ihre Bemühungen um alternative Kraftstoffe verstärken und zur Reduktion des Flottenverbrauchs effizientere Motoren einsetzen," so Heike Habermann weiter. Ziel müsse es sein, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, auch von Uran, so weit wie möglich zu reduzieren. Der verstärkte Einsatz nachwachsender Rohstoffe und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien seien hierfür unverzichtbar.

pm