Lokales

Altersschnitt gesunken

"Die Nachwuchsarbeit der Jugendfeuerwehr Ötlingen hat Früchte getragen", lautete der Kommentar von Abteilungskommandant Markus Gärtner bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Ötlingen. Gärtner konnte von der Feuerwehrjugend eine Feuerwehrfrau und sechs Feuerwehrmänner in die aktive Wehr übernehmen.

KIRCHHEIM "Zu 30 Einsätzen wurden wir im letzten Jahr alarmiert", erinnerte Gärtner in seinem Jahresrückblick. Einmal mehr überwogen dabei die 18 technischen Hilfeleistungen wie Ölspuren, Tierrettung, Unwetter oder Verkehrsunfälle. 12-mal musste die Abteilung zu Klein- und Mittelbränden ausrücken. Großeinsätze mussten nicht vermeldet werden. Hervorzuheben war eine Flut von Einsätzen nach dem schweren Unwetter am 20. Juli des vergangenen Jahres. An diesem Nachmittag war die Abteilung an neun verschiedenen Einsatzstellen tätig und bis in die späten Abendstunden gefordert. Wieder einmal war die Bahnunterführung am Ortsausgang Richtung Wendlingen überflutet und die Stuttgarter Straße musste wegen Unpassierbarkeit vorübergehend vollständig gesperrt werden.

Anzeige

Von einem Einsatz der ungewöhnlichen Art konnte der Abteilungskommandant berichten. Ein seltener Greifvogel wurde in einem Garten gefangen und der Feuerwehr übergeben. Erst nach unzähligen Telefonaten konnte eine Bleibe für den jungen Vogel in der Wilhelma gefunden werden.

Nach dem Zugang aus der Jugendfeuerwehr verfügt die Abteilung zurzeit über 48 aktive Feuerwehrangehörige, davon vier Feuerwehrfrauen. 16 Personen gehören der Alterswehr an. Bei der Jugendfeuerwehr sind neun Jugendliche mit großem Engagement dabei. Dank des Nachwuchses aus der Ötlinger Jugendfeuerwehr konnte der Altersschnitt der aktiven Feuerwehrmänner und Frauen weiter gesenkt werden. So stimmt für Markus Gärtner das Altersgerüst der Abteilung Ötlingen: "Da in den nächsten Jahren nicht mit größeren Abgängen in die Alterswehr zu rechnen ist, wird die Leistungsfähigkeit der Abteilung weiter steigen."

Der Ausbildungsstand wurde durch diverse Lehrgänge weiter verbessert. So hat der stellvertretende Abteilungskommandant Michael Gräßle den Zugführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal mit Erfolg absolviert.

Die Firma Hack Formenbau wurde im Dezember im Rathaus Kirchheim von Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker als Partner der Feuerwehr ausgezeichnet. Bei der Firma Hack sind sieben Angehörige der Ötlinger Feuerwehr beschäftigt und können immer problemlos bei einer Alarmierung ihren Arbeitsplatz verlassen. Für Angelika Matt-Heidecker ist die Ötlinger Jugendarbeit vorbildlich. Begeistert war die Oberbürgermeisterin insbesondere vom Kreisjugendzeltlager, das in Ötlingen auf dem Egart veranstaltet und mit von der Abteilung Ötlingen organisiert wurde. An diesem dreitägigen Treffen haben 500 Jungen und Mädchen aller Jugendfeuerwehren des Kreises teilgenommen.

Stadtbrandmeister Roland Schultheiss freute sich, dass im vergangenen Jahr wieder eine Truppe aus Ötlinger und Kirchheimer Feuerwehrmännern das Leistungsabzeichen in Gold ablegen konnte. Von der Abteilung Ötlingen waren an dem Erfolg Frank Gebauer, Michael Gräßle, Steffen Gärtner, Dirk Höflinger, Christian Schweizer und Martin Trautwein beteiligt. Befördert zum Löschmeister wurden Frank Gebauer und Dirk Höflinger. Für 60-jährige Feuerwehrdienstzeit wurden Walter Ruess und Wilhelm Schedel und für 40-jährige Dienstzeit wurde Reinhold Übele geehrt.

msp