Lokales

Ambulant vor stationär

"Ein besonderes Ziel der CDU-Fraktion im Esslinger Kreistag ist die Umsetzung der Forderung "ambulant geht vor stationär." Dies erklärte der Sprecher des CDU-Arbeitskreises "Soziales und Jugendhilfe", Robert Bolsinger, in der "Werkstatt am Neckar" in Wendlingen.

WENDLINGEN Anlass für den Vor-Ort-Termin waren die neuen Räume und neuen Perspektiven für psychisch kranke Menschen. "Die Werkstatt", so Geschäftsführer Peuschel, "ist der etwas andere Dienstleister für Wirtschaft und öffentliche Institutionen".

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In der von der Samariterstiftung getragenen Einrichtung arbeiteten insgesamt 69 Menschen, "fast eine Überbelegung", betonte der Geschäftsführer. Bei entsprechender Leistungsfähigkeit des Einzelnen sei die Förderung auf das allgemeine Arbeitsrecht hin ausgerichtet. Parallel dazu biete die "Werkstatt am Neckar" interessante Dauerarbeitsplätze an. "Die Chance, später sogar einen Platz im ersten Arbeitsmarkt zu finden, wird durch diese Art der Beschäftigung nachhaltig erhöht", unterstrich Peuschel.

Die CDU-Kreispolitiker waren angetan von den im März 2002 bezogenen modern gestalteten Arbeitsstätten und der darin praktizierten Konzeption. Bolsinger wies darauf hin, dass der seit 1. Januar für die Leistungen der Eingliederungshilfe an behinderte Menschen zuständige Landkreis Esslingen 42,85 Millionen Euro im Haushalt 2005 veranschlagt habe.

Zur Sicherung der Finanzierung seien mittelfristig weitreichende Strukturveränderungen notwendig. Die durch die Verwaltungsreform getroffene Zusammenführung der örtlichen und überörtlichen Ebene biete dabei verbesserte Steuerungsmöglichkeiten und letztlich den wirtschaftlichen Einsatz der knappen Finanzmittel "zum Wohl unserer behinderten Mitmenschen", sagte Arbeitskreis-Sprecher Robert Bolsinger.

pm