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An Scheinheiligkeitnicht zu überbieten ...

An Scheinheiligkeitnicht zu überbieten

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Zur Berichterstattung über Franz Münteferings Attacke auf den Kapitalismus

Der Angriff von Franz Müntefering auf den Kapitalismus ist an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten. Natürlich ist es maßlos, wenn Unternehmen massenhaft Personal entlassen, obwohl teilweise Rekordergebnisse erwirtschaftet wurden. Steigen dann zum Dank auch noch die Aktienkurse, dann grenzt das an Perversion. Aber wir sprechen hier über die Prinzipien der Marktwirtschaft.

Etwas anderes ist es, wenn wir über Verantwortung sprechen. Die Unternehmen nutzen doch nur die Rahmenbedingungen und Spielregeln aus, die von dieser Bundesregierung und von den Vorgängern geschaffen worden sind. Sie lassen es doch erst zu, dass Verlagerungsaufwendungen als steuerlicher Aufwand geltend gemacht werden können und damit zu geringeren zu versteuernden Gewinnen führen.

Diese Regierung zahlt doch immense Summen in einen EU-Topf, die es den neuen "Billiganbietern" innerhalb der EU erst möglich macht, mit äußerst geringen Sätzen bei Körperschafts- und Gewerbesteuer zu locken. Und dann besitzen Unternehmen noch die Frechheit zu fragen, warum das in diesen Mitgliedsländern, nicht aber in Deutschland möglich ist. Diese Regierung erniedrigt die Menschen wie in keinem anderen Industrieland. Sie fordert Opfer und Flexibilität von den Beschäftigten und spricht von mutiger Politik. Wer mutig sein will, muss sich für die Interessen des Landes einsetzen, aus dem die Wählerstimmen kommen. Wer in niedrige Steuersätze investiert und nicht Produktions- und Arbeitsverlagerung belohnt, wird feststellen, dass die Bevölkerung dann auch zu mehr Zugeständnissen bereit ist: Zum Beispiel die flächendeckende Rückkehr zur 40-Stundenwoche bei gleichem Einkommen.

Die SPD muss endlich aufhören, ihrem krankhaften Multi-Kulti-Wahn zu frönen und die Menschen in diesem Land permanent und unverschämt anzulügen. Sie darf sich auch nicht wundern, warum die rechten Parteien einen erheblichen Aufwind verspüren. Wer das nicht weiß, ist entweder dumm, naiv oder beides.

Werner R. Carstens

Kirchheim, Holbeinweg

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