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Gewissenhaft geprüft wurde die Bausubstanz der beiden Gebäude, unter deren Dächern die Kirchheimer Bildungseinrichtungen Familienbildungsstätte und Volkshochschule derzeit untergebracht sind. Die Kosten der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen für das Vogthaus und das Spital würden über 2,8 Millionen Euro betragen, wurde den Mitgliedern des technischen Ausschusses aufgezeigt.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Nachdem sich die Ausschussmitglieder schon vor Ort über die desolate Situation des Südwestgiebels des Volkshochschulgebäudes informiert hatten, liegen inzwischen die genauen Zahlen vor. Rund 1,3 Millionen Euro müssten in die Sanierung des Gebäudes fließen, das neben der vorrangig zu behandelnden Sanierung des Südgiebels im Lauf der nächsten fünf Jahre auch durch Brandschutz- und Elektrifizierungsmaßnahmen, durch Dacharbeiten, Innensanierungsarbeiten und eine Erneuerung der Toilettenanlage wieder auf den aktuellen Stand der Technik begracht werden müsste.

Auf geschätzte rund 1, 55 Millionen Euro belaufen sich die Gesamtkosten der im Vogthaus erforderlichen Sanierungsarbeiten, die gegenüber der Gesamtmaßmahme Spital klare Priorität besitzt. Da die veranschlagten Gesamtkosten der Maßnahme im "Sanierungsgebiet Vogt-hausviertel" zu 58,5 Prozent vom Land gefördert werden, sollen sie 2006 und 2007 durchgeführt werden.

Vorrangiger Sanierungsbedarf besteht hier beim Dach des Gebäudes, bei der Innenausstattung und beim sich an das unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes anschließenden Wehrgang. Neben der Haustechnik, die saniert werden muss, sind neue Fenster einzubauen und Brandschutzmängel zu beseitigen. Außerdem sind neue Fußböden notwendig und auch die historischen Füllungstüren müssen erneuert werden.

Angesichts der erforderlichen hohen Kosten waren sich Verwaltung und Ausschussmitglieder auch einig darüber, dass zunächst grundsätzliche Überlegungen über die künftige Nutzung städtischer Gebäude angestellt werden müssen. Vor einer Entscheidung über sich über Jahre hinziehende Sanierungsmaßnahmen in einer solchen Größenordnung, sollen zunächst auch Gespräche über die künftig für möglich erachteten Nutzungen der Gebäude geführt und alle denkbaren Möglichkeiten einmal durchgespielt werden.