Lokales

Anhörung „Albaufstieg“

1250 Einwendungen bis zum Abschluss des Verfahrens

Wie das Regierungspräsidium Stuttgart mitteilt, sind bis zum Ende der Frist in der vergangenen Woche insgesamt rund 1 250 Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren (PFA) der ICE-Schnellbahntrasse Wendlingen – Ulm eingegangen.

Stuttgart. Ein Großteil der Einwendungen erfolgte in Form von Unterschriftenlisten und Mustereinwendungen. Insbesondere die Bürger aus Mühlhausen und Wiesensteig, Hohenstadt sowie Gruibingen haben sich im Rahmen der Anhörung zu Wort gemeldet und ihre Bedenken geäußert, aber auch Anregungen vorgetragen. Auch die betroffenen Kommunen haben Stellungnahmen abgegeben.

Der Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl: „Wir nehmen die von den Betroffenen vorgetragenen Bedenken sehr ernst und werden alle Einwendungen in den kommenden Wochen eingehend prüfen. Insbesondere ist es uns ein Anliegen, den Verbesserungsvorschlägen nachzugehen und mögliche Optimierungen der Planung zu unterstützen.“

Die größten Befürchtungen bestehen gegenüber den Belastungen, die der Baustellenverkehr insbesondere zum Abtransport der Aushubmassen aus den beiden Tunnelstrecken im Planfeststellungsabschnitt mit sich bringen wird. Hier wurden alternative Verkehrsführungen vorgeschlagen, vor allem, um Wohngebiete vor mehreren Hundert Lastwagen täglich zu verschonen.

Im Kreuzfeuer der Kritik stand zudem der Lärmschutz auf der Eisenbahnbrücke in Wiesensteig/Mühlhausen, der nach Auffassung vieler Anwohner – unterstützt durch die „Interessengemeinschaft Schallschutz Wiesensteig“ – deutlich verbessert werden muss. Einige Einwender, insbesondere Landwirte, wenden sich zudem gegen die Inanspruchnahme ihrer Grundstücke und befürchten teilweise den Verlust ihrer landwirtschaftlichen Existenz. pm

Anzeige