Lokales

Ansteckende Fröhlichkeit

Die Senioren des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Kirchheim feierten ihren Jahresabschluss im weihnachtlich geschmückten Saal des Lindorfer Bürgerhauses.

KIRCHHEIM Bei der Feier gab es kein offizielles Programm, aber es bestand die Aufforderung an schlafende Talente, aufzuwachen und zur Erheiterung der versammelten Seniorengesellschaft beizutragen. Viele sind gekommen. Auch diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mitwandern können, nahmen die Gelegenheit wahr, um alte Wanderfreunde wiederzusehen und sich mit ihnen auszusprechen.

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Nach einer Begrüßung durch Hilde Hartmann und einem kurzen Rückblick auf das zurückliegende Wanderjahr gab es zum Auftakt Kaffee und dazu von Freiwilligen selbst gebackene Kuchen. Nun begann eine ansteckende und mitreißende Fröhlichkeit. Es wurde laut im Saal, bis Altmeister Karl Brand seiner Ziehharmonika kräftige Akkorde entlockte und aufforderte, zu den Klängen ausgesuchter Weihnachtslieder zu singen.

Dass ältere Menschen oft gedankenschwach sind und das Gedächtnis nachlässt, nahm Georg Maier zum Anlass, um sein selbst absolviertes Gedächtnistraining den Anwesenden beizubringen. Er hatte ein begeistertes Publikum. Auch die von Marie Eckstein vorgetragene Geschichte von den drei Kerzen, die nicht mehr leuchten wollten, weil sie sich überflüssig vorkamen, wurde große Aufmerksamkeit zuteil. In schwarzem langem Kleid und mit weißer Haube spielte Marie Eckstein eine versetzte und enttäuschte Liebende, die dem früheren Verehrer einen beim Küssen verlorenen Zahn und seiner jetzigen Braut einen Blumenstrauß überreichen. Dafür erntete sie viel Beifall und vielsagendes Gelächter.

Kaum war die laute Unterhaltung im Saal wieder in Gang gekommen, klopfte es plötzlich an der Tür und zum Erstaunen kam ein Nikolaus herein. Er trug einen mit Geschenken gefüllten Sack über der Schulter. Mit erhobener Stimme machte er sich bekannt, ging durch die Runde und verteilte Geschenke. Dann wünschte er frohe Weihnachten und verschwand.

Nach einem Essen und dem Lied "Kein schöner Land" wurde der in familiärer Atmosphäre gefeierte Nachmittag beschlossen. Die versammelten Senioren waren sich einig darüber, dass das so erfolgreiche hinter ihnen liegende Wanderjahr ein Verdienst von Hilde Hartmann und ihren stets aktiven Helfern ist.

wim