Lokales

Anstiege wurden reichlich belohnt

KIRCHHEIM Gestartet wurde in Mägerkingen, eine der ältesten alamannischen Siedlungen. Bereits 1138 erstmals erwähnt, teilte der Ort bis 1450 die Geschichte der Stadt Trochtelfingen, deren Teilgemeinden sie heute ist.

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In vielen Kehren ging es sogleich steil hinauf zum über dem Seckachtal aufragenden Hennenstein, auf dem die Nikolaus- oder auch Hennensteinkapelle thront. Sie wurde 1322 errichtet und aus dieser Zeit stammen auch die spätromanischen Wandmalereien.


Dann stieg die Wanderschar auf Wiesen- und Waldwegen hinunter nach Trochtelfingen. 1161 als Alamannensiedlung gegründet, erlebte die Stadt eine wechselvolle Geschichte. Reste der mittelalterlichen Wehranlagen sichtbares Wahrzeichen ist noch heute der "Hohe Turm" lassen auf die einstige Bedeutung Trochtelfingens schließen. 1979 wurde der gesamte Stadtkern unter Denkmalschutz gestellt. Die schönen Fachwerkhäuser, das Schloss mit steilem Dach und Staffelgiebeln, die Pfarrkirche mit gotischem Turm und der schöne Blumenschmuck wurden gebührend bewundert.


Vorbei am achteckigen Stadtbrunnen mit der Standsäule des hl. Mauritius verließen die Albvereinler das einladende Städtchen, um hinauf nach Steinhilben und weiter zum Augstbergturm zu wandern. Schon 1894 wurde auf dem Berg ein Aussichtsgerüst erbaut. Im Jahre 1962 wurde der heutige Turm errichtet, von dem alle Wanderer die umfassende Rundsicht genießen konnten, die weit über die Kuppen- und Flächenalb reichte.


Der weitere Weg führte die Kirchheimer Albvereinsgruppe nun abwechselnd durch Wald und Wiesen, doch bald wurde es etwas strapaziös. Auf der sonnigen Heerstraße ging dann es eine Zeitlang durch große Getreidefelder, wobei so mancher Schweißtropfen vergossen wurde. Aber die Mühe wurde reichlich belohnt, denn nach kurzem Anstieg war die Wacholderheide erreicht. Einst herrschaftliches Jagdgebiet, befindet sich dort heute eine "Oase der Ruhe". Die Wanderer erfreuten sich an schönen Wacholderbeständen und stattlichen Weidebuchen inmitten einer herrlichen Heideflora.


Die Wegmarkierung "gelbes Dreieck" führte anschließend durch Mischwald mit gewaltigen, uralten Laubbäumen hinaus auf freies Feld. Über steile Wiesen abwärts kehrten alle wohl behalten wieder zurück zum Ausgangspunkt einer schönen Hochsommerwanderung.