Lokales

Anwohner wollen weitere Zufahrt

Nach Bürgerbeteiligung wird Bebauungsplan neu beraten

Der Schlierbacher Gemeinderat will den Bebauungsplan für das Neubaugebiet „Breiteweg II“ nochmals beraten. Der Grund: Viele Bürger wünschen sich – anders als in den Planungen vorgesehen – eine Auto-Zufahrt über den Breiteweg.

Schlierbach. Knackpunkt ist die Anbindung des neuen Baugebiets zwischen der Göppinger Straße und der B 297. Nach der bisherigen Planung sollte das Gebiet nur über eine Zufahrtsstraße von der Göppinger Straße her erreichbar sein. Ein Anschluss an den Breiteweg entlang der Aussegnungshalle war allenfalls für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen, nicht aber für Fahrzeuge. Etliche Anwohner hatten im vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren auf die ihrer Meinung nach unzureichende Anbindung hingewiesen und die zusätzliche Zufahrt über den Breiteweg ins Spiel gebracht.

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Das zuständige Planungsbüro hat sich der Zufahrtsfrage nach den kritischen Rückmeldungen nochmals angenommen. „Angesichts der Brisanz der Zufahrt hat man die Anregungen mit einfließen lassen“, erläuterte Bürgermeister Paul Schmid. Konkret stellte Ingenieur Günter Baumann drei Anbindungsalternativen des neuen Wohngebiets an die Breitestraße vor. Alternative eins sieht nach wie vor keine Zufahrtsmöglichkeit über den Breiteweg für den öffentlichen Verkehr vor, wobei die durch herausnehmbare Poller gesperrte Verbindung für Rettungsfahrzeuge passierbar bleibt. Fußgänger und Radfahrer könnten aber den Weg benutzen.

Variante zwei bindet das neue Wohngebiet direkt an den bestehenden Stichweg entlang der Aussegnungshalle an den Breiteweg an. Eine Engstelle soll für eine zusätzliche Beruhigung des Verkehrs sorgen, an­sons­ten wären nach Aussage Baumanns aber keine weiteren Bauarbeiten nötig. Variante drei hingegen würde das Wohngebiet ebenfalls an der Aussegnungshalle anschließen, allerdings würde hier die Verkehrsberuhigung durch einen breiteren Grünstreifen an der nördlichen Seite der Stichstraße geschehen und die Parkplätze an der Aussegnungshalle müssten umgebaut werden.

Unstrittig erscheinen jedoch die weiteren kleineren Planänderungen wie etwa die Aufstockung der öffentlichen Parkplätze auf nunmehr 16 im neuen Wohngebiet, die Ausweisung des Wohngebiets als verkehrsberuhigter Bereich oder die Verlängerung des Lärmschutzes in westlicher und östlicher Richtung entlang der B 297.

Anstatt sich nun in der Gemeinderatssitzung direkt für eine der drei vorgestellten Anbindungsalternativen zu entscheiden, beantragte der Gemeinderat fraktionsübergreifend eine Rückstellung der Beschlussfassung. Angesichts der hohen Investitionskosten und der Tragweite der anstehenden Entscheidung wollten die Räte nochmals die Möglichkeit zur eingehenden Beratung bekommen, wie Marco Emmert (CDU) ausführte. Der Gemeinderat beschloss daraufhin mehrheitlich, die Beschlussfassung auf die nächste Sitzung des Gemeinderats im Dezember zu vertagen.