Lokales

Arbeit für Alg-II-Empfänger

GÖPPINGEN Wie diese Beschäftigungsmöglichkeiten im Bezirk der Agentur für Arbeit entstehen sollen, war das Thema des Arbeitsmarktgespräches mit Vertretern gemeinnütziger Einrichtungen. Voraussetzung für ein Gelingen von Hartz IV ist zunächst, dass die bestehenden gemeinnützigen Beschäftigungsstrukturen 2005 weitergeführt werden. Im Bezirk der Agentur sind das derzeit etwa 400 Plätze, die bislang in erster Linie von den Landkreisen und Kommunen finanziert werden. Hofmann sicherte den Trägern die nahtlose Fortsetzung aller Beschäftigungsmöglichkeiten zu den neuen Konditionen zu. Er stellt dafür insgesamt 4,7 Millionen Euro zur Verfügung, 1,5 Millionen Euro für den Landkreis Göppingen und 3,2 Millionen Euro für den Landkreis Esslingen.

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Hartz IV hört aber nicht bei der Bestandssicherung auf. Insbesondere für jüngere arbeitslose Menschen, die unter 25 Jahren sind und ab Januar Arbeitslosengeld II bekommen, sind neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, um ihr Recht auf Beschäftigung zu realisieren. Deswegen baut die Agentur vor allem auf die Ideen und die Bereitschaft der gemeinnützigen Träger. Mittelfristig wird an eine Verdoppelung der bereits bestehenden Plätze gedacht. Das dafür notwendige Geld stellt der Bund zur Verfügung. Die Agentur rechnet mit mehr als zehn Millionen Euro für den Bezirk im Jahr 2005.



Doch auch für dieses Jahr sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Schon jetzt stehen Mittel zur Verfügung, die der Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen für Personen dienen, die derzeit Arbeitslosenhilfe beziehen. Die Träger werden, nachdem sie über die Förderkonditionen informiert wurden und Planungssicherheit haben, in wenigen Wochen ihre Konzepte einbringen, die dann sehr zügig von der Agentur für Arbeit realisiert werden.



Hofmann erinnert gerne an ein weiteres und entscheidendes Standbein von Hartz. "Die Reform gelingt nur, wenn alle Profis der Nation ihre Kompetenzen einbringen." Er kann dabei auf die gemeinnützigen Beschäftigungsträger in seinem Bezirk bauen. In den nächsten Wochen werden weitere Gespräche mit den "Profis der Nation" stattfinden. Vor allem wird dabei in Abstimmung mit den Landratsämtern die Zusammenarbeit mit den Kommunen zur Schaffung von Arbeitsplätzen nach Hartz IV gesucht. Mit den Bürgermeistern im Bezirk sind Gespräche terminiert, um sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen, die schon lange arbeitslos sind, in den Gemeinden einzurichten. Dabei ist sicherzustellen, dass diese Beschäftigungsmöglichkeiten keine Störungen auf dem ersten Arbeitsmarkt verursachen.