Lokales

Arbeitslosengeld II

GÖPPINGEN Die Anträge wollen erst ausgefüllt sein, damit sie von den Fachkräften der Agentur bearbeitet und entschieden werden können. Es bleibt wenig Zeit, denn im Januar muss das Geld auf dem Konto der Menschen sein. Und dennoch: Die Signale in Göppingen stehen auf Grün.

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Das wäre ohne die gute Mithilfe der arbeitslosen Frauen und Männer im Bezirk nicht möglich. Trotz aller Verunsicherungen, die durch die unzähligen Debatten um Hartz IV eher größer statt kleiner werden, nehmen fast alle ihre Termine zur Abgabe der Anträge wahr. Mehr als 2 000 Personen haben ihre Anträge jetzt schon abgegeben. Sie können getrost davon ausgehen, dass sie zwischen dem 1. und dem 10. Dezember ihre Bescheide auf dem Tisch haben. Aber auch diejenigen, die noch gar keinen Antrag zugeschickt bekommen haben, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Die letzten Anträge sollen bis spätestens 20. September in den Briefkästen der Kunden liegen.



Wenige Tage danach folgt automatisch die Einladung der Agentur für Arbeit Göppingen. Deren Leiter, Bernd Hofmann, hat entschieden, dass jede einzelne Person im Bezirk, die einen Antrag zugeschickt bekommt, die Gelegenheit zu einem ausführlichen Einzelgespräch mit bis zu einer einstündiger Dauer erhält. Dort können die Betreffenden ihre Anträge und Fragen zum Arbeitslosengeld II persönlich loswerden. Wer die Termine wahrnimmt, wird Anfang Dezember seinen Bescheid haben und weiß, was sich für ihn ab Januar finanziell verändern wird. Neben den Einzelgesprächen werden Informationsveranstaltungen angeboten und die Hotline unter der Servicenummer 01 80-1 01 20 12 ist von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 8 und 18 Uhr zum Ortstarif erreichbar.



Die intensive Betreuung der künftigen Alg II-Kunden hat allerdings ihren Preis. Den bezahlen diejenigen, die ihre Termine verstreichen lassen. Sie müssen mit längeren Wartezeiten bei ihrer Antragsabgabe rechnen, denn die Terminkalender der Alg II-Spezialisten sind voll. Hofmann hält für die Terminierung so viel Personal vor, dass er davon ausgeht, fast alle 7 800 zugesandten Anträge bereits Ende September angenommen zu haben. Das ist deswegen wichtig, weil die Software, die für Alg II neu gestrickt werden musste, ab dem 4. Oktober zur Verfügung stehen soll. Es sieht so aus, als ob das Erfassungsprogramm, dessen Funktionieren häufig in Frage gestellt wurde, tatsächlich pünktlich zum Einsatz kommt. Dann werden alle Kräfte gebraucht, die abgegebenen und bearbeiteten Alg II-Anträge ins EDV-System einzugeben.



Wer auf die Antragstellung verzichtet, wird zu Beginn des Jahres kein Geld überwiesen bekommen. Anspruch auf Arbeitslosengeld II liegt erst ab dem Tag vor, an dem der Antrag abgegeben wird.