Lokales

Arbeitslosen-Quote sinkt in Kirchheim auf 4,7 Prozent

Die Arbeitslosigkeit hat auch im Oktober im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen mit den beiden Kreisen Göppingen und Esslingen weiter abgenommen schon den achten Monat in Folge.

GÖPPINGEN Im vergangenen Monat waren 19 784 Frauen und Männer ohne Arbeit. Die Bilanz des Herbstmonates fällt sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr positiv aus: nun sind 1 408 Personen weniger gemeldet als im September. Im Vergleich zum Vorjahr sind sogar 2 846 Menschen weniger ohne Job, die in der Statistik der Agentur zu Buche schlagen. Die Arbeitslosenquote sank durch den Rückgang von 5,3 Prozent im September auf 4,9 Prozent. Im Oktober 2005 lag die Quote bei 5,7 Prozent.

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Von den 19 784 Menschen, die ohne Arbeit sind, gehören rund die Hälfte, nämlich 10 029, zum Rechtskreis Sozialgesetzbuch II (SGB II). Aber auch hier wirkt sich der Rückgang aus: Die beiden Job-Center der Landkreise Göppingen und Esslin-gen, die diesen Personenkreis betreuen, können ebenfalls eine Reduzierung der Arbeitslosenzahl verbuchen. Im Job-Center des Landkreises Göppingen hat sich die Zahl auf 3620 reduziert, 190 weniger als im September. Im Job-Center des Landkreises Esslingen mit Standorten in Esslingen, Kirchheim, Nürtingen und Leinfelden-Echterdingen sind im Oktober 2006 noch 6 409 Menschen , das ist ein deutlicher Rückgang um 576 Menschen gegenüber dem Vormonat, registriert.

Die Arbeitslosenquote des Landkreises Göppingen liegt bei 5,8 Prozent. Die Quote bei den Geschäftsstellen des Landkreises Esslingen liegt bei 4,5 Prozent, speziell in Kirchheim bei 4,7 Prozent. Wieder haben sich, wie schon im Vormonat, in allen Geschäftsstellen der Agentur die Quoten deutlich verbessert; die deutlichste Bewegung bei der Arbeitslosenquote kann die Geschäftsstelle Kirchheim für sich verbuchen: dort hat sich die Quote um 0,6 Prozentpunkte von 5,3 auf 4,7 verbessert. "Mit diesem Arbeitslosenbestand gehen wir mit einer vergleichsweise günstigen Ausgangslage in den arbeitsmarktlich schwierigeren Winter", ist Heidrun Schulz, die Leiterin der Agentur für Arbeit Göppingen, optimistisch.

Mit 196 offenen Stellen weniger, wurden weniger Stellen an den Arbeitgeberservice, der von der Agentur und den Job-Centern der beiden Landkreise gemeinsam betrieben wird, gemeldet als im September. Große Unterschiede sind allerdings in den vergangenen drei Monaten nicht zu erkennen. Von den Betrieben und Verwaltungen in den beiden Landkreisen wurden im Oktober 1832 Stellen gemeldet. Im Vormonat waren es 2 028 zu besetzende Ar-beitsplätze gewesen. Und auch der Vergleich mit dem Oktober des Vorjahres ist nahezu identisch. An ungeförderten Stellen stehen dem Arbeitsmarkt im gesamten Bezirk 5 232 gemeldete Arbeitsplatzangebote für die Vermittlung zur Verfügung. Hinzu kommen weitere 238 geförderte Stellenangebote; darunter sind auch 208 sogenannte Arbeitsgelegenheiten, also "1-Euro-Jobs".

Die überwiegend stabile Wetterlage und die Besserung der konjunkturellen Gesamtsituation wirkt sich auch auf die Zahl der Kurzarbeiter aus, die im September gemeldet waren: Im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen gab es 992 Kurzarbeiter 69 weniger als im August. 84 Betriebe und damit genauso viele wie im Vor-monat, hatten Kurzarbeit angemeldet, davon 55 im Landkreis Esslingen. Damit ist der niedrigste Stand an Kurzarbeitern und auch an kurzarbeitenden Betrieben seit August 2001 erreicht.

Von dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente sowohl der Agentur als auch der Job-Center konnten auch diesen Monat wieder zahlreiche arbeitslose Frauen und Männern profitieren: 6 412 nahmen an Maßnahmen im Oktober teil oder wurden beim Aufbau einer eigenen Existenz unterstützt. 2 544 Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen, stammen aus dem Rechtskreis Sozialgesetzbuch II.

Von dem Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten auch in diesem Monat wieder alle Personengruppen am Arbeitsmarkt profitieren: Besonders vorteilhaft hat sich der Rückgang wieder bei den Jüngeren unter 25 Jahren ausgewirkt: Mit einem Minus um 478 Personen oder 18,7 Prozent ist ein sehr deutlicher Rückgang er-kennbar. Damit waren noch 2 078 Jüngere im Oktober ohne Job oder Ausbildung. Die Gruppe, die prozentual am deutlichsten von dem Rückgang profitiert hat, sind die Jugendlichen unter 20 Jahren. 28,9 Prozent weniger als im Vormonat und damit 392 sind noch bei der Agentur gemeldet. Dabei wirkt sich unter anderem der verspätete Eintritt ins neue Ausbildungsjahr, aber auch der gezielte Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente, die speziell auf diesen Personenkreis abgestimmt sind, aus.

Bei der Bilanz des Berichtsmonats August 2006, in dem sich ein deutlicher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit dargestellt hatte, hatte die Agentur den Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren im Herbst prognostiziert. Heidrun Schulz hatte den Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen nach dem Ende der Ausbildung im Sommer und auch deren Rückgang im Herbst als regelmäßige, jährlich wiederkehrende Entwicklung bewertet und eingestuft und hatte mit ihrer Prognose, wie sich zeigt, recht.

pm