Lokales

Attraktives Quartier im Städtle

Nur einen Steinwurf vom neuen Rathausbau entfernt wird sich das Gesicht des Weilheimer Städtles bald weiter verändern. Zwischen Adlerbrücke und Molkesteg soll das Umfeld der Lindach für Passanten attraktiver werden.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM "Mit der Renaturierung der Lindach werten wir den Bereich deutlich auf", betonte Bürgermeister Hermann Bauer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Grundgerippe der von Professor Wolfgang Schreiber bereits im Dezember vorgestellten Planung ist geblieben: Das Quartier zwischen Unterer Grabenstraße und Brückengasse, zwischen Adlerbrücke und Molkesteg soll zu einem innerstädtischen Freiraum umgewandelt werden, an dem sich die Weilheimer künftig gerne aufhalten. Dringender Handlungsbedarf besteht in dem Areal, weil der Molkesteg sowie Teile der Uferstützmauern baufällig sind.

Um die Kosten zu senken, hat der Planer gegenüber dem Vorentwurf kleinere Korrekturen vorgenommen: So wird der Garten am Gebäude Lindachstraße 5 in die Planung integriert, die Anzahl der Straßenleuchten von 20 auf zwölf reduziert, die vorgesehenen Bänke bekommen keine Lehne und die Treppe, die zur Lindach hinunterführt, soll nicht aus Granit, sondern aus Beton gestaltet werden. Die platzartige Ausweitung gegenüber der Raiffeisenbank wird so vorbereitet, dass dort bei Bedarf später zwei Kurzzeitparkplätze angelegt werden können; zunächst trennen Poller den Bereich jedoch von der Fahrbahn ab. Der Gehweg an der Unteren Grabenstraße entlang der Lindach bekommt eine Breite von einem Meter, die Fahrbahn eine Breite von 6,50 Metern.

Unter der Überschrift "Erlebbares Gewässer" soll die Einmündung des jetzt noch verdolten Kuhbachs in der platzartigen Fläche vor dem Molkesteg geöffnet werden. Den Molkesteg selbst will der Landschaftsarchitekt und Stadtplaner als podestartigen Holzsteg gestalten. Um die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen, soll außerdem neben der Adlerbrücke direkt im Anschluss an den Zebrastreifen bei der Volksbank ein schmaler Holzsteg über die Lindach führen. Die Fließgeschwindigkeit des Gewässer bremsen künftig Trittsteine. In einem Aufwasch mit der Baumaßnahme sollen außerdem die neun vorhandenen Parkplätze an der Lindachstraße einer begrünten Uferböschung weichen.

Die geschätzten Baukosten der "abgespeckten" Version belaufen sich auf insgesamt 1,03 Millionen Euro. Ursprünglich waren 65 000 Euro mehr angesetzt. Das Vorhaben liegt im Sanierungsgebiet Stadtmitte II und ist zur Förderung im Programm 2007 und 2008 angemeldet. Entsprechend der Empfehlung des Verwaltungs- und Bauausschusses stimmte der Gemeinderat dem Vorhaben einmütig zu.