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Auch "Nichtflieger" sollen auf ihre Kosten kommen

Unter dem Motto "Fliegen zum Anfassen" findet auf der Hahnweide vom 19. bis 27. August ein Gliding Grand Prix statt.

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KIRCHHEIM Ein Gliding Grand Prix, der 2005 von der FAI ( Fédération Aeronautique Internationel) ins Leben gerufen wurde, hat das Ziel, den Segelflugsport auch für "Nichtfliegende Personen" interessant zu machen und ihnen näher zu bringen. Der erste Grand Prix war dabei ein voller Erfolg in den damals ausrichtenden Ländern wie beispielsweise Frankreich.

Um am Ende dieses Wettbewerbs auch den besten Segelflieger der Welt in dieser Kategorie auszeichnen zu können, finden im Voraus neun Qualifikationswettbewerbe in den unterschiedlichsten Ländern rund um den Globus statt. Diese sind dieses Jahr Neuseeland, Slowakei, USA, Russland, Frankreich, England, Südafrika, Australien und auch Deutschland. Die Sieger der einzelnen Qualifikationen bekommen als Preis die Kosten für die Teilnahme an dem World Grand Prix, wo schließlich nur die Besten der Besten teilnehmen, erstattet. Der World Grand Prix findet im Januar 2007 in Neuseeland statt und wird finanziert vom neuseeländischen Touristenverband.

Organisator und Ausrichter in Deutschland ist die Kirchheimer Fliegergruppe Wolf Hirth, die mit 40 erfolgreich durchgeführten Internationalen Hahnweide-Segelflugwettbewerben ein erfahrenes Wettbewerbsteam stellt. Anders als bei den Hahnweide-Wettbewerben dürfen bei diesem Grand Prix nur 20 Piloten teilnehmen, deren Auswahl nach der internationalen Rangliste erfolgt. Teilnehmen werden Weltmeister, Europameister und Deutsche Meister. Allesamt sind es Piloten mit viel Erfahrung bei internationalen Wettbewerben. Eine Pilotin und 19 Piloten versprechen schon jetzt spannende Rennen über der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald.

Als Wendepunkte werden zumeist markante Punkte gewählt, wie der Neuffen oder auch die Teck, von wo aus die Zuschauer das Rennen live miterleben können. Da nur kurze Strecken, zwischen zwei und drei Stunden, ausgeschrieben werden, wird im besten Wetter geflogen. Dadurch werden hohe Schnittgeschwindigkeiten und damit spannende Kämpfe zu erwarten sein.

Geflogen wird nur in der Rennklasse, und wie der Name schon sagt: Alle Flugzeuge sind richtige Renner, die Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h erreichen können soviel schafft man selten mal auf der Autobahn. Ganz nach dem Vorbild der Fußball-WM wird auch auf der Hahnweide eine Großbildleinwand aufgebaut, auf der die Zuschauer mit den Piloten mitfiebern können. Durch modernste Technik, dem so genannten "VPos", wird mit Hilfe von GPS-Daten das Verfolgen des Rennens vom Boden aus möglich gemacht. Da ein Regattastart, also zeitgleiches Abfliegen der Piloten, durchgeführt wird, kann auch der "Fußgänger" sehen, wer nun gerade in Führung liegt. Auch verspricht dieser Wettbewerb eine Menge rasanter Zielüberflüge, wobei die Piloten einen Überflug über die Hahnweide machen und erst anschließend landen werden.

Auch nach Sonnenuntergang ist der Tag noch nicht zu Ende. Vielseitige Abendprogramme mit Musik, zum Beispiel Calo Rapallo am Samstag auf dem Marktplatz und am Sonntag auf der Hahnweide, und Unterhaltung wie Heini Öxle am Donnerstagabend. Vorverkauf für diese Veranstaltung am Donnerstag findet bei Modellbau Weixler, Reformhaus Lässing und Juwelier Schairer statt.

Unter dem Motto "Fliegen zum Anfassen" findet auch die Aktion "von 0 auf 100" zeitgleich zum Segelflug-Grand Prix statt. Hierbei sollen die vier Gewinner (wir berichteten) dem Alleinflug möglichst nahe gebracht werden, dem Höhepunkt jeder Flugausbildung, und auch gleich ein wenig Streckenfluginspiration durch den Grand Prix mitbekommen. Auch hier ist die Theorie natürlich nicht wegzudenken und somit wird sich Michael Weingart, Ausbildungsleiter der Fliegergruppe, schon am Freitagabend mit den glücklichen Gewinnern zusammensetzten und das wichtigste besprechen.