Lokales

Auch Stadt hofft auf gute Tipps

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in den nächsten Tagen einen Anruf der Kirchheimer Polizei erhalten. Man braucht auch kein schlechtes Gewissen haben. Es geht lediglich um eine Bürgerbefragung zum Sicherheitsgefühl in der Teckstadt.

RUDOLF STÄBLER

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KIRCHHEIM Per Zufallsprinzip wurden beim Polizeirevier Kirchheim Telefonnummern ermittelt und die Angerufenen werden lediglich mittels eines Fragekataloges gefragt, ob sie zum Beispiel schon mal das Opfer einer Straftat geworden sind. Wo fühle ich mich sicher und wo fühle ich mich unsicher?, auch das ist eine der zahlreichen Fragen. Und natürlich wollen die Ordnungshüter wissen, wie zufrieden die Kirchheimer Bürger mit ihrer Polizei sind.

Die Befragung, die rund 14 Tage gehen wird, ist, wie Kirchheims Polizeichef Thomas Pitzinger betont, wissenschaftlich unterstützt und wird nach Abschluss im Kirchheimer Revier ausgewertet. Ausgesucht hat man sich einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung und zusätzlich erfolgte noch eine Aufteilung nach Altersgruppen. Natürlich hat man bei der Polizei auch an den notwendigen Datenschutz gedacht, sodass auch hier keinerlei Probleme entstehen können. Zudem erfolgt die Befragung selbstverständlich anonym. So hoffen die Verantwortlichen auf ein entsprechendes Entgegenkommen bei der Bevölkerung. Pitzinger: "Das dient der Sicherheit jedes einzelnen Einwohners in Kirchheim."

Für ganz vorsichtige Mitmenschen gibt es natürlich auch noch ein "Schlupfloch": Es kann auch auf dem Polizeirevier zurückgerufen werden, sodass man keinesfalls in "dunkle" Kanäle gerät.

Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, die sich über diese Anrufaktion im Polizeirevier informieren ließ, freute sich über die Initiative der Polizei und erhofft sich auch für die Kommunalpolitik wichtige Fingerzeige. Dabei stellte sie die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Stadtverwaltung heraus. "Wir sind die Trittbrettfahrer" dieser Angelegenheit und erhoffen uns zahlreiche Tipps für spätere Maßnahmen in der Stadt, machte sie klar. Dabei kann es um bauliche Schwerpunkte gehen, um Maßnahmen des Ordnungsamtes und an der Spitze natürlich um die Stadtplanung. Auch hofft die Stadtchefin auf Hinweise zum Obdachlosenproblem: "Wo gibt es schon Beschwerden?" Sie ist sich sicher: "Wir brauchen diese Untersuchung." Diese soll dann auch nach akribischer Auswertung im neuen Jahr dem Gemeinderat bei einer Sitzung vorgestellt und erläutert werden.