Lokales

Auf der Suche nach neuen Wegen

Auf ein reges Vereinsleben im vergangenen Jahr blickte die Ortsgruppe Weilheim des Schwäbischen Albvereins in ihrer Hauptversammlung zurück. Sorgen machen sich die Verantwortlichen allerdings wegen der Altersstruktur der Mitglieder.

WEILHEIM Zur Hauptversammlung der Ortsgruppe konnte Dr. Wolfgang Egerer in der Mörikestube des Bürgerhauses rund 40 Mitglieder und Gäste begrüßen. Anschließend wurde der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht. Seit dem vergangenen Jahr wird die Ortsgruppe von einem dreiköpfigen Gremium geleitet. Vorstand Werner Kauderer bedankte sich für die Unterstützung bei der Aufgabenverteilung. Es brauche natürlich noch eine gewisse Anlaufzeit, bis sich jeder in sein Aufgabengebiet eingearbeitet habe, jedoch liege die Verantwortung der nicht einfacher werdenden Aufgaben nicht mehr allein bei ihm. In seinem Rechenschaftsbericht ging Werner Kauderer auf die derzeitige Altersstruktur ein: "Uns fehlt die jüngere Generation. Allerdings hat die heutige Jugend andere Vorstellungen von Freizeitgestaltung. Sie sucht neue Spaß- und Erlebnismöglichkeiten, ohne sich zu binden. Neue "Wege" sowie attraktive Angebote seien notwendig, außerdem gelte es, das Image des Albvereins zu verbessern. Auch die Möglichkeit der Präsentation im Internet sollte genutzt werden. "Trotzdem dürfen wir die ältere Generation nicht vergessen, die uns die Treue hält und sich wohlfühlt bei unseren Wanderungen und Veranstaltungen", betonte Kauderer.

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Die zahlreichen Wanderungen und Veranstaltungen wurden in Erinnerung gerufen. Insbesondere der Tag des Baumes, aus dessen Anlass am Kinderwasen eine Eiche gepflanzt wurde, um den Fortbestand des schönen Eichenhains zu erhalten. Die dreitägige Wanderfahrt ins Tannheimer Tal, eine 32 Kilometer lange Ausdauerwanderung, die Staufertour zu den drei Kaiserbergen, die Fahrt zum Kloster Bebenhausen sowie die Zugfahrt ins Bottwartal waren die Highlights des Jahres. Die jährlichen Pflegemaßnahmen am Limburgkopf habe bei idealen Wetterbedingungen wieder das kurzfristig einberufene Rentnerteam übernommen. Mit einem Diavortrag über das Ortlergebiet und Südtirol sowie die Adventsfeier wurde das vergangene Wanderjahr beschlossen.

Dr. Egerer hatte sich mit der Satzung der Ortsgruppe intensiv befasst und nach Absprache mit dem Hauptverein auch einige Änderungen vorgeschlagen. Sie wurden eingehend erläutert und von den Mitgliedern einstimmig angenommen.

Wanderwart Alfred Gienger berichtete von 22 Wanderungen. Die Beteiligung lag im Schnitt bei 20 Personen. Insgesamt wurden 349 Kilometer erwandert. In diesem Jahr sind wieder zahlreiche Wanderungen vorgesehen. Höhepunkt wird eine dreitägige Wanderfahrt ins Kleine Walsertal sein.

Wegwart Wolfgang Mammel berichtete von Kontrollgängen an den Albvereins-Wanderwegen, bei denen teilweise Schilder ausgetauscht beziehungsweise Markierungen wieder sichtbar gemacht wurden. Dietlinde Jenisch, in Personalunion zuständig für Seniorenwanderung und Naturschutz, berichtete von zwölf Wanderungen. Über den Kleiber, Vogel des Jahres 2006, gab es anhand von Dias Interessantes zu erfahren. Kassiererin Hilde Virnich konnte von einem positiven Kassenbestand berichten. Kassenprüfer Gerhard Winkler bescheinigte eine ordnungsgemäße Kassenführung und bat um Entlastung, die einstimmig erfolgte.

Als weiterer Programmpunkt stand die Ehrung langjähriger Mitglieder an: 25 Jahre Mitglied ist Wolfgang Schlenker, 40 Jahre gehören dem Verein an: Herbert Bauer, Gisela Bogdanski, Hans-Jürgen Dolde, Marta Dürner, Lilli Engels, Emil Fauth, Ernst Fischer, Heinz Klett, Manfred Lang, Gisela Mammel, Karl Mohring, Elise Sigel, Ernst Ulmer und Karl Ulmer. Für 50 Jahre wurde Albert Koch geehrt. 60 Jahre Körperschaftsmitglied ist die Stadt Weilheim. Werner Kauderer bedankte sich für die Unterstützung und die positive Bewertung der Ziele und Aufgaben seitens der Stadtverwaltung. Holger Nußbaumer nahm im Auftrag des Bürgermeisters die Ehrung entgegen und hob hervor, dass die Stadt Weilheim immer ein offenes Ohr für die Belange des Albvereins hätte.

Im Anschluss an den offiziellen Teil zeigte Klaus Holzhäuser verschiedene Diaserien, alle mit der passenden Musik umrahmt: Winter im Tiefenbachtal, Kloster Bebenhausen sowie Roter Mohn. Der Hobbyfotograf versteht es, Stimmungen und Veränderungen in der Natur einzufangen, die der einzelne Wanderer oft übersieht.

rl