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Auf hohemAbstraktionsgrad

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Zum Artikel "Pädagogische Theorie und Praxis beleuchtet", im Teckboten vom 6. Februar:

"Was heißt Bildung heute?" hieß das angekündigte Thema. Dr. Westermann jedoch hat sich auf hohem Abstraktionsgrad mit einem problematischen Apparat mehrdeutiger Begriffe abgemüht einen vermeintlichen "Generalnenner" für alle Bildung im Rahmen einer eigenständigen Theorie der Pädagogik zu finden. Aber was wäre denn "Bildung heute" im Vergleich zu frü-her? Dazu hätte man etwas erwartet.

Auch scheint er zu sehr auf die Schule fixiert zu sein. Heutzutage und das ist ein gravierender Unterschied zu früher ist Lernen auch nach der Schule beziehungsweise Ausbildung erforderlich oder sogar ein Umlernen. Bloßes Nachdenken über den Sinn von Bildung bringt nichts: Diskurs und Streit nebst Versuch und Vergleich sind weiterführend. Auch ist die einfache Überlieferung von "geschichtlich entstandenen Wahrheitsansprüchen" problematisch; diese sind kontrovers. Und wieso soll alles Tun nach einer Begründung verlangen?

Begründungen können auch falsch sein. Manche Lerninhalte muss man einfach hinnehmen. Und die "methodische Skepsis", die Täuschungen aufzudecken sucht, wie schützt sie sich davor, dass sie sich nicht täuscht? Allerdings sind seine Überlegungen relativiert dadurch, dass die "schwierigen Bedingungen" der "Bildungsaufgabe heute" möglicherweise nur "unter Umständen" etwas damit zu tun haben, dass so gut wie gar nicht nach einer solchen Theorie gefragt werde. Die Probleme dürften in der Tat andere Ursachen haben.

Erfrischend konkret hingegen war der leider nur kurz erwähnte Vortrag von Professor Rektus über "Erziehung heute unter den Bedingungen des gesellschaftlichen Pluralismus".

Wolfgang Randecker

Lenningen, Lindenhof

Noch ist es nicht zu spät

Zum Artikel "Verkehrsuntersuchung zur Anbindung der Tiefgarage Schweinemarkt führt zu umstrittenem Lösungsvorschlag Konzept setzt auf Umdenken am Alleenring", im Teckbote vom 2. Februar:

Die Stadtverwaltung plant wegen der Ausfahrt Tiefgarage Schweinemarkt beim "Schwarzen Adler", von der Kreissparkasse her kommend, nur noch eine Linksabbiegerspur für Omnibusse Richtung Schlierbach. Der Hauptverkehr soll über die Kreuzung beim Amtsgericht in die Jesinger Straße weiterfahren.

Der Verkehr wird auf der Jesinger Straße zunehmen. Der größte Verkehr wird dann durch das Wohngebiet Klosterviertel, Hermann-Kurz-Straße Krebenstraße Eichendorffstraße Roseggerstraße Lindachstraße durchfahren. Es wird wohl kaum einer über die Umgehungsstraße in Richtung Schlierbach weiterfahren. Da seither nicht von der Jesinger Straße in die Teckstraße abgebogen werden durfte (während der Bauzeit erlaubt) wird sich dies nachher auch nicht ändern.

Im Monat März 2006 wird der Gemeinderat darüber entscheiden. Es trifft in diesem Wohngebiet den Einen mehr, den Anderen weniger, im Grunde aber alle. Anwohner wehrt euch noch ist es nicht zu spät.

Karl Kieser

Kirchheim, Klosterstraße

Unverdaulicher Quark

Zum Leserbrief "Manche sind halt doch gleicher . . .", im Teckboten vom, 6. Februar:

Zum Leserbrief von Herrn Walter Holder fiel mir spontan ein: das ist Quark Quark, in den alles hinein gerührt wird, und dann wird der Quark sauer. Ich bin Parteimitglied der Grünen und mich macht so ein Leserbrief sauer. Sie mischen alles zusammen und sie vermischen so was ist immer falsch.

Die Aussage der Grünen zum Rücktritt von Sozialminister Renner war "Wir halten es für eine problematische Grenzüberschreitung, wenn der Bischof von Rottenburg/Stuttgart ein öffentliches Urteil über die richtige Zusammensetzung der Landesregierung abgibt". Und wenn der Minister daraufhin zurücktreten muss, entspricht das nicht unserem Demokratieverständnis, Herr Holder. Das war ein parteiübergreifendes Statement, sie versuchen in ihrem Leserbrief lediglich die Grünen schlecht zu machen. Mein Kommentar: Unverdaulich.

Michael Holz

Kirchheim, Marktstraße

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