Lokales

"Auf Muslime zugehen"

Im voll besetzten Cafele in Lenningen in beinahe familiärer Atmosphäre und vor einem interessiert lauschenden Publikum brachte Dr. Hans-Volkmar Findeisen in seinem Vortrag die Geschichte des Islam näher.

LENNINGEN Die vom Propheten Muhammad verkündete Religion ist vor allem im Nahen und Mittleren Osten sowie im Norden Afrikas verbreitet. Entstanden ist sie auf der Arabischen Halbinsel mit einer Bevölkerung, die damals am Rande des Weltgeschehens stand. Mekka, gleichzeitig der Geburtsort des Propheten Muhammad was locker übersetzt "Gottlob" bedeutet war die Keimzelle für die dritte große Weltreligion. Mekka lag damals an der Weihrauchstraße, die vom Jemen bis ans Mittelmeer führte, war somit ein blühender Handelsort und deshalb viel besucht. Entwickeln konnte sich die neue Religion wie so oft in der Geschichte durch Unruhen, die im sozialen und politischen Umfeld entstanden. Die Worte des Propheten fielen auf fruchtbaren Boden. Drei wichtige Zentren sind zu nennen in der Geschichte des Islam: Mekka/Medina, Bagdad und Damaskus.

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Nach dem einstündigen, informativen Vortrag kam es zu einer regen Diskussion, die Stoff für Stunden geboten hätte. Dr. Findeisen schloss mit dem Appell an alle, offen und ohne Vorurteile auf die Muslime einzugehen und so eine Grundlage für ein friedliches Miteinander zu schaffen.

Für alle, die sich für dieses Thema interessieren gibt es einen weiteren Termin, der sich nahezu nahtlos an den Nachmittag im Lenninger Bürgerhaus anschließt: Elmar Holenstein stellt am Montag, 17. Juli, um 20 Uhr in der Buchhandlung Zimmermann in Kirchheim seinen Philosophieatlas "Orte und Wege des Denkens" vor und spricht in diesem Zusammenhang über die interkulturelle Philosophie.

ck