Lokales

Auf solidem Weg

Kämmerer Sven Kebache stellte den Haushaltsplan 2014 für Notzingen vor

Fast eine Neuauflage des vergangenen Haushaltsplans präsentierte Notzingens Kämmerer Sven Kebache dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. „Im Wesentlichen unterscheidet er sich nicht vom Plan des Jahres 2013“, stimmte er das Gremium auf den Marsch durch die Einzelpläne ein.

Notzingen. „Insgesamt beschreitet die Gemeinde aktuell einen soliden finanzwirtschaftlichen Weg, den man durch die Maßnahmen der vergangenen Jahre erreicht hat und der insbesondere durch die guten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen begünstigt wurde“, urteilte Kämmerer Sven Kebache. Die Gemeinde sei daher in der glücklichen Lage, auf einen stattlichen Rücklagenbestand zurückgreifen zu können, den sie in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut habe. Den Haushaltsplan für 2014 hat der Kämmerer konservativ kalkuliert, sodass er insgeheim mit einem besseren Ergebnis am Ende des Jahres rechnet.

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Ohne viele Umschweife stieg er gleich in das Zahlenwerk ein. „Rund eine Million Euro wird die Gemeinde in den Vermögenshaushalt stecken. Dabei sind die Einnahmen höher als die Ausgaben“, so Sven Kebache, der weiterhin von stabilen Einnahmen ausgeht. Nichtsdestotrotz muss er wegen der zahlreichen Vorhaben und Investitionen auf die Rücklagen in Höhe von knapp 305 000Euro zurückgreifen. „Dies stellt für die Gemeinde jedoch kein Problem dar“, misst der Kämmerer diesem Umstand keine allzu große Bedeutung zu.

Insgesamt hat der Haushaltsplanentwurf ein Gesamtvolumen von knapp 8,05 Millionen Euro und ist damit um rund 200 000 Euro geschrumpft im Vergleich zum Vorjahr. Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 2014 rund 7,12 Millionen Euro, auf den Vermögenshaushalt 925 000 Euro. „Erfreulicherweise sieht der Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2014 erneut eine positive Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt in Höhe von knapp 470 000 Euro vor“, freute sich Sven Kebache. Dies könne erneut auf die weiterhin gute Entwicklung bei den Steuereinnahmen von Bund und Land zurückgeführt werden. „Unter Berücksichtigung einer Zuführungsrate von knapp 470 000 Euro stehen der Gemeinde somit nach Abzug der ordentlichen Tilgung rund 394 000 Euro zur Finanzierung von Investitionen im Vermögenshaushalt zur Verfügung“, so der Kämmerer.

Obwohl Notzingen im Vergleich zu anderen Kommunen ähnlicher Größe auf eine schlanke Verwaltung verweisen kann, schlagen die Personalausgaben mit über 1,5 Millionen Euro zu Buche und werden damit um rund 97 000 Euro in diesem Jahr ansteigen. Hauptgrund dafür sind die Kindergärten. „Wir haben eine Gesamtleitung eingeführt und die Erzieherinnen höher eingruppiert“, erinnerte Sven Kebache an die Entscheidungen des Gemeinderats. Außerdem ist im Bereich Kindergarten unter anderem geplant, das Flachdach im Alemannenweg zu erneuern. „Nachdem eine zweite Kleinkindgruppe in Kooperation mit der Rasselbande eröffnet wurde, muss hier ebenfalls der Ansatz für den Zuschuss um 35 000 Euro erhöht werden“, so der Kämmerer weiter.

Geplant ist außerdem, den Eingangsbereich des Rathauses zu modernisieren. Dazu zählt, die Eingangstür zu erneuern und die Räume im Erdgeschoss bürgerfreundlicher zu gestalten. „Das Bürgerbüro soll dabei mit dem Standesamt zusammengelegt und zur zentralen Anlaufstelle für die Bürger werden“, erläuterte Sven Kebache das Vorhaben, für das noch keine Planungen vorliegen. Dafür sind jetzt schon einmal 120 000 Euro vorgesehen.

Zudem ist unter anderem geplant, den Bürgersaal im Bürgerhaus neu zu gestalten und zu modernisieren, was nach ersten Schätzungen rund 170 000 Euro kosten wird. „Für den Kauf des neuen Gebäudes für die Unterbringung von Obdachlosen- und Asylbewerber in der Herdfeldstraße mussten außerdem 120 000 Euro eingestellt werden“, sagte Sven Kebache. Was mit der bisherigen Unterkunft in der Wellinger Straße 13 passiert, ist noch ungewiss, da sie in einem nicht mehr allzu guten Zustand ist. „Für den Abbruch wurden daher sicherheitshalber 20 000 Euro in die Haushaltsplanung mit aufgenommen“, sagte der Kämmerer.

„Für die Gemeinde Notzingen ist in den nächsten Jahren weiterhin die Hauptaufgabe, einen ordnungsgemäßen Haushalt hinzubekommen, da nicht absehbar ist, inwiefern die optimistischen Steuerprognosen tatsächlich eintreten“, blickte Sven Kebache am Ende seiner Ausführungen in die Zukunft. Es gelte, weiterhin einen strikten Konsolidierungskurs zu fahren. „Schließlich ist ein gesunder Kommunalhaushalt die Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde“, so der Kämmerer.