Lokales

Aufatmen durch ruhigere Tage

Der Winter hat uns immer noch fest im Griff, und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Viel Geld hat er bisher die Kommunen gekostet. Die Streudienste waren rund um die Uhr unterwegs und sogar Straßensperrungen gab es nach heftigen Schneefällen zu verzeichnen.

RUDOLF STÄBLER

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KREIS ESSLINGEN Genaue Kosten des bisherigen Winterdienstes können die meisten Kommunen allerdings zurzeit noch nicht abschätzen, zumal ja ein Ende noch nicht abzusehen ist. Immerhin herrscht zurzeit allgemeines Aufatmen bei den verantwortlichen Stellen. Salzstreuen war nicht mehr erforderlich, Niederschläge und Eisglätte waren nicht zu verzeichnen. Und dann wird in den nächsten Wochen, wenn der Winter dem Frühjahr weichen muss, noch ein weiterer Schrecken auf die Verantwortlichen zukommen. Frostschäden deuten sich schon jetzt bei vielen Straßen an. Dabei werden die Gelder, die für den Winterdienst ausgegeben werden mussten, wohl gravierende Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte haben.

Nahezu rund um die Uhr waren die Mitarbeiter von Bauhöfen oder Straßenbauverwaltungen in den letzten Wochen unterwegs, um den Schneemassen wenigsten einigermaßen Herr zu werden. Dazu kam vielerorts auch noch der Mangel an Streusalz. In Heilbronn, wo das Salz geholt werden muss, stauten sich die Lastwagen zu langen Kolonnen und stundenlange Wartezeiten mussten die Lenker hinnehmen.

Bei der Stadt Kirchheim ist zurzeit noch ein kleiner Rest Salz vorhanden, doch der Leiter des Bauverwaltungsamtes Siegried Kaiser kann aufatmen: "Heute bekommen wir noch einen ganzen Lkw-Zug ins Lager. Das müsste dann seiner Meinung nach für den Rest dieses Winters ausreichend sein. Immerhin 110 Straßenkilometer hat der Kirchheimer Bauhof zu betreuen "und da waren unsere Mitarbeiter in den letzten Wochen ganz schön gefordert", plaudert er kein Geheimnis aus. 75 000 Euro (ohne die laufenden Personalkosten) sind im Haushaltspaln der Stadt für den Winterdienst eingestellt. Ob diese Summe ausreicht, das ist bis jetzt noch nicht hochgerechnet. Durch die hohe Inanspruchnahme der eingesetzten Maschinen rechnet man auch noch mit erhöhten Reperaturkosten. Rund um die Uhr ist übrigens ein Mann auf dem Bauhof erreichbar. Wird er durch die Polizei alarmiert, kann sofort ausgerückt werden.

Mehrarbeit gab es auch bei der Polizei. Durch glatte Straßen mehrten sich die Unfälle und des Öfteren musste nach Aussage von Fritz Mehl, Pressesprecher der Polizeidirektion Esslingen, die eine oder andere Steige auf die Alb gesperrt werden. Starker Schneefall oder sogar Schneebruch sorgten für Unbill.