Lokales

"Aufbrechen, Zeichen setzen"

Die 11 Kirchengemeinden im katholischen Dekanat Nürtingen wählen am 13. November neue Gemeinderäte. Insgesamt 150 Sitze sind zu vergeben. Dafür stehen 214 Kandidaten zur Verfügung.

NÜRTINGEN Dekan Wolfgang Sedlmeier freut sich, dass überall eine Wahl zu Stande kommt. "Anfangs sah es schwierig aus", berichtet er. "Menschen zu motivieren, sich auf fünf Jahre für ein verantwortungsvolles Ehrenamt zu verpflichten, ist nicht einfach". Besonders junge Eltern sagen wegen ihrer Mehrfachbelastung nur schwer ja zu einer Kandidatur. Dennoch ist ein Viertel der Kandidaten unter 40 Jahren. Ausgewogen ist das Verhältnis von Frauen und Männern. Fast die Hälfte der Kandidatinnen und Kandidaten war bereits Mitglied eines Kirchengemeinderats und hat sich wieder aufstellen lassen. Für die Kontinuität der Arbeit sei dies wichtig, hebt Sedlmeier hervor, der allen dankt, die sich für ein Amt zur Verfügung stellen. Nun hofft er auf eine hohe Wahlbeteiligung. Ihre Kreuzchen machen dürfen alle Katholiken ab 16 Jahren. In den meisten Gemeinden werden die Briefwahlunterlagen automatisch zugestellt, sodass einfach von zu Hause aus gewählt werden kann. In einer Beilage stellen sich die Kandidaten vor.

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Erstmals wählen auch die Mitglieder der vier neu errichteten italienischen und kroatischen Gemeinden in Kirchheim und Nürtingen ihren Pastoralrat. Damit werden die Strukturen der bisherigen ausländischen Missionen an die der Kirchengemeinde angeglichen. Eine enge Zusammenarbeit von Katholiken anderer Muttersprache mit den bestehenden Gemeinden wird so angestrebt.

Die Kirchengemeinderatswahl steht unter dem Motto "aufbrechen, Zeichen setzen". In den gegenwärtigen gesellschaftlichen Umbrüchen soll ein Neuaufbruch in den Gemeinden gelingen. Zugleich gelte es, bei rückläufigen Kirchensteuern Schwerpunkte zu setzen und dabei die zentrale Aufgabe nicht aus dem Blick zu verlieren, den Menschen die frohe Botschaft zu verkünden.

pm