Lokales

Aufbruch zu neuen Aufgaben

Finanzielle Sicherheit hilft buefet beim Stemmen des Pflegestützpunktes

Die Rückschau lässt tief durchatmen, der Blick nach vorn ist mit positivem Vorzeichen versehen. Der Kirchheimer Verein buefet hat offensichtlich eine schwierige finanzielle Situation gut überstanden und kann sich jetzt mit voller Kraft auf die neue Aufgabe Pflegestützpunkt konzentrieren.

BARBARA IBSCH

Kirchheim. Es bestand nie ein Zweifel daran, das Thema „Älter werden in Kirchheim“ im Blick auf die dazu notwendigen Hilfestellungen vorantreiben zu müssen. Beratung und Experteninformation für eine selbstständige Lebensführung steckt deshalb hinter dem Kürzel buefet. Aber die Mitgliederversammlungen des Vereins waren seither stets von der Sorge geprägt, finanziell nicht überleben zu können. Und so wies Tilman Walther, Zweiter Vorsitzender, mit Nachdruck darauf hin, dass buefet im Wesentlichen von der Teckboten-Weihnachtsaktion und weiteren Spenden gelebt habe. Inzwischen aber befinde sich der Verein „finanziell allmählich auf sicherem Boden“.

Das ermögliche den „Aufbruch zu neuen Aufgaben“ und dazu zählt in erster Linie der Pflegestützpunkt, den der Kirchheimer Gemeinderat in die Verantwortung von buefet übertragen hat. Tilman Walther: „Es ist eine spannende Zeit angebrochen, in der wir viel Kraft und die Unterstützung aller brauchen.“ Verbunden war damit auch der Wunsch nach einer weiter ansteigenden Mitgliederzahl.

In seinem Bericht zog der stellvertretende Vorsitzende eine positive Bilanz hinsichtlich der verschiedenen Tätigkeitsfelder von buefet wie Besuchsdienst, Wohnberatung und Pflegebegleitung. Das galt auch für den Informationsaustausch mit den Kooperationspartnern, eine Vortragsveranstaltung bei der italienischen Gemeinde und ein Besuchsdienst-Seminar in Zusammenarbeit mit der Sanwald-Stiftung. Erinnert wurde zudem an die als „Intensivsitzungen“ bezeichneten Klausurtagungen, an die Teilnahme am Präsentationstag Ehrenamtliches Engagement und die liebevoll vorbereiteten Veranstaltungen zur Pflege des persönlichen Miteinanders.

Positives Fazit von Tilman Walther: „Wir haben uns inhaltlich und finanziell gefestigt und befinden uns erstmals auf sicherem Boden, sind also gut gewappnet für die Zukunft.“ Den beruhigenden Ausblick verband der Zweite Vorsitzende mit der Anerkennung an die Adresse all jener, die sich für die Belange von buefet einsetzen. Zudem bedankte er sich „für Offenheit, Engagement, konstruktive Zusammenarbeit und Zuverlässigkeit“.

Von einer künftig beruhigenden Ausgangsbasis wusste auch Heidrun Georg zu berichten, die als Kassenwart bisher die undankbare Aufgabe hatte, den Mangel zu verwalten. Im Berichtsjahr konnte erstmals ein geringer Überschuss erwirtschaftet werden. Nachdem auch hinsichtlich der Kassenprüfung nur Positives zu vernehmen war, stand der einmütigen Entlastung der verantwortlich Agierenden nichts im Wege.

Monique Kranz-Janssen verkörpert als Kontakt- und Koordinationsstelle bei buefet das neutrale Bindeglied und ist erste Anlaufstelle für Fragen rund um das Älterwerden und bei Behinderung. Damit nimmt sie seit Jahren Aufgaben wahr, die künftig vom Pflegestützpunkt zu erfüllen sind. Die kompetente Frau mit hohem „Kümmerer“-Faktor gab im Rahmen der Mitgliederversammlung einen umfassenden Überblick hinsichtlich der Schwerpunkte Betreutes Wohnen zu Hause, Pflegebegleiter und Wohnberatung. Wichtiger Hinweis dabei: Seit Herbst 2009 ist das Betreute Wohnen zu Hause als niederschwelliges Betreuungsangebot anerkannt. Das kann durchaus eine finanzielle Entlastung für Betroffene bedeuten: Die Mitgliedsbeiträge für das Betreute Wohnen zu Hause können von der Pflegekasse übernommen werden.

„Gut beraten älter werden in Kirchheim unter Teck“ lautet das Motto des Trägervereins buefet und ist auch Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker ein besonderes Anliegen. Die Erste Vorsitzende des Vereins buefet stellte nach den Berichten im Rahmen der Hauptversammlung fest: „Was ich gehört habe, macht mir Freude.“ Sie bedankte sich bei allen für die geleistete Arbeit, aber auch dafür, „dass Sie beharrlich geblieben sind“. Die Stadt Kirchheim könne stolz darauf sein, dass es buefet gibt und damit ein in sich stimmiges Angebot „rund ums Leben“. Dafür dankbar und mit positivem Ausblick bekräftige die Oberbürgermeisterin: „Sie dürfen stolz in die Zukunft schauen.“

Die Arbeit für buefet wird deshalb zwar nicht weniger, lässt sich aber bei so viel Anerkennung mit großer Energie angehen.

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