Lokales

„Aufbruchstimmmung und Optimismus“

Einweihung des Grundschul-Anbaus und die Sanierung des historischen Schulhauses in Oberlenningen

Die einst „beklemmende Raumsituation“ in Oberlenningen ist überstanden: erfolgreich abgeschlossen wurde sowohl der moderne Anbau an die Grundschule und die Sanierung des historischen Schulhauses in Oberlenningen. Mit einem Festakt und einem Schulfest wurde das Ereignis am Wochenende gebührend gefeiert.

JOACHIM Krug

Lenningen. „Aufbruchstimmung und Optimismus“ herrsche jetzt am Schulstandort Lenningen, betonte Bürgermeister Michael Schlecht. Bei der Einweihungsfeier aus Anlass der Fertigstellung des Anbaus und der Sanierung des historischen Grundschulgebäudes aus dem Jahre 1907 ist „Zuversicht als Grundstein für die Zukunft“ angesagt.

Durch den Anbau ist seit diesem Schuljahr eine ganztägige Schulkinderbetreuung an der Grundschule Oberlenningens möglich. „Gemeinderat und -verwaltung bekennen sich dazu in besonderer Weise“, machte Bürgermeister Michael Schlecht deutlich. Bei 4 Millionen Euro Gesamtkosten habe die Gemeinde Lenningen selbst 2,6 Millionen Euro für beide Grundschulgebäude aufgebracht.

Im Untergeschoss des Anbaus ist ein Multifunktionsraum für eine vielfältige Nutzung entstanden. Im Erdgeschoss gibt es für den Grundschulhort drei Räume sowie einen Kurs- und einen Musikraum. Im Obergeschoss stehen zwei Klassenzimmer, ein Kursraum und ein Lehrerzimmer zur Verfügung.

„Die Toiletten sind jetzt im Gebäude“, stellte der Bürgermeister mit Nachdruck fest. Weitere Besonderheiten des Gesamtprojekts sind eine Pellets-Heizung und ein Pausenhof mit vielfältigen Spielmöglichkeiten, die auch außerhalb der Schulzeit genutzt werden können. „Das Leben im Schulhaus erhält Freiraum, Weite und neue Perspektiven“, billanzierte Bürgermeister Michael Schlecht.

Der Um- und Neubau habe dazu beigetragen, dass Lehrer von den Handwerkern und diese von den Pädagogen gelernt haben, stellte Rektor Erich Merkle fest. „Die Sanierung des Altbaus begeistert mich nicht weniger als der Neubau“, bekennt der Schulleiter. Sieben Lehrkräfte sowie weitere 16 Personen, die einen Bildungsauftrag erfüllen, unterrichten jetzt an der Oberlenninger Grundschule. Vergessen seien jetzt die Probleme während der 18-monatigen Bauzeit.

Auch namens des Landrats überbrachte Dr. Hans-Dieter Pix die Grüße und guten Wünsche des Amtes für Schule und Bildung. Bei der Betreuung von Kindern bis zu zehn Jahren sei Lenningen Vorreiter im Kreis. Dies sei auch deshalb nötig, weil heute jedes fünfte Kind in einer „Eineltern“-Familie lebe. Hans-Dieter Pix freute sich über den Trend zu Bildungshäusern mit Kindern von drei bis zehn Jahren unter einem Dach. „Oberlenningen ermöglicht jetzt ein differenziertes Bildungsangebot“, ist sich Dr. Pix sicher.

„Ein großes Geburtstagspaket für 101 Jahre Schule in Oberlenningen ist die Schulerweiterung“, betonte Elternvertreter Markus Gerst. Er verwies auf den großen Wandel in der Schule, beispielsweise durch die Einführung der EDV. Besonders erfreulich sei, dass jetzt der Grundschulhort in die Schule integriert sei.

Auf das Thema Schulerweiterung ging Architekt Karl-Albrecht Einselen ein. Dieses Projekt habe 15 Jahre lang die Menschen in Oberlenningen bewegt. Besonders stolz zeigte sich der Architekt, der allen am Bau Beteiligten dankte, über die barrierefreie Erschließung beider Gebäude durch den Aufzug.

Umrahmt wurde die Feier in der „Aula“ des Anbaus durch den von Christine Reichow geleiteten Grundschulchor. Unbeschwert schmetterten die Kinder der Klassen 2 bis 4 ihre Lieder und ermunterten immer wieder die „gesetzten“ Zuhörer zum Mitklatschen und Mitsingen.

Nahtlos an den offiziellen Festakt schlossen sich ein gemeinsames Mittagessen und ein mehrstündiges Schulfest an. Theaterspiel, sportliche Vorführungen und zahlreiche Ausstellungen über Schule einst und jetzt stießen auf reges Interesse der Oberlenninger. Richtig rangenommen wurden auch die Draußenspielgeräte im neu gestalteten Pausenhof, die damit gleich ihre erste Bewährungsprobe bestehen konnten.

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