Lokales

"Aufgeheizter Brennholzmarkt"

Einen Einschlag von 1240 Festmetern Holz und damit etwas weniger als im vergangenen Jahr sieht der Betriebsplan 2007 für den Weilheimer Stadtwald vor. Mit 560 Festmetern soll der Schwerpunkt im Distrikt Berg liegen.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM "Es sieht weiter düster aus im Wald", verdeutlichte der Leiter des Forstamts, Felix Reining, in jüngster Gemeinderatssitzung in Weilheim. Besonders Buchen und Eichen litten noch unter den Folgen des viel zu heißen Sommers 2003. "Wenn sich der Klimwandel fortsetzt, werden wir noch einige Probleme bekommen", so Reinings Prognose.

Wie Revierförster Markus König mitteilte, ist ein Einschlag außerdem in den Distrikten Wolfscherre, Unterdiebel, Egenfirst und Hepsisau vorgesehen. Wurde im Weilheimer Stadtwald im Jahr 2006 insbesondere Nadelstammholz geschlagen, so liegt der Schwerpunkt im kommenden Jahr mit 465 Festmetern auf Brennholz. "Damit haben wir aber eine Grenze erreicht", verdeutlichte der Leiter des Forstamts, Felix Reining, der im Übrigen von einem "aufgeheizten Brennholzmarkt" sprach. Auch wenn die Nachfrage nach Brennholz derzeit enorm sei, müsse doch gesehen werden, dass die Waldbesitzer ihr Geld in erster Linie mit Stammholz verdienten.

Im Bereich Laubstammholz ist der Einschlag von insgesamt 255 Festmetern geplant, bei Nadelstammholz 325 Festmeter. Wie im Vorjahr ist angestrebt, Stammholz im Direktverkauf zu veräußern, gute Furnierstämme dagegen im Zuge eines gemeinsamen Submissionsverkaufs mit der Forstverwaltung.

Im Distrikt Wolfscherre werden 2100 Fichtensetzlinge gepflanzt, im Distrikt Egenfirst 300 Fichtensetzlinge. Zudem soll der Bestand durchforstet werden, um die Naturverjüngung zu stärken. Geplant ist außerdem die Jungbestandspflege auf rund 3,6 Hektar in den Distrikten Wolfscherre, Berg und Hepsisau. Um die Kulturen zu sichern, soll darüber hinaus in den Distrikten Wolfscherre und Egenfirst mechanisch Unkraut bekämpft werden.

Alles in allem werden die Einnahmen auf knapp 43 700 Euro geschätzt, die Ausgaben auf knapp 81 900 Euro, sodass sich der Zuschuss für den Forst voraussichtlich auf gut 38 200 Euro belaufen wird. Der Gemeinderat segnete den Betriebsplan einstimmig ab.