Lokales

Aufregung um geplante Auktion

Spektakulär sei's im Hinblick auf die Öffentlichkeitswirkung, nicht aber für die Polizei. So kommentiert Revierleiter Thomas Pitzinger vom Polizeirevier Kirchheim eine geplante Auktion, bei der in Kirchheim unter anderem Gegenstände von Adolf Hitler versteigert werden sollen.

KIRCHHEIM Am 9. Juli veranstaltet der in Nürtingen ansässige Auktionator Andreas Thies in der Kirchheimer Steingaustraße eine Versteigerung. An sich nichts Ungewöhnliches, denn Thies handelt seit 20 Jahren mit "historischen Sammlergegenständen ganz allgemein", wie er selbst sagt. Dass speziell dann, wenn es sich um Gegenstände aus der NS-Zeit handelt, alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden, ist für den Fachmann selbstverständlich. Bei der geplanten Auktion in Kirchheim sei eine große Bandbreite abgedeckt, die beispielsweise auch Sammlungen aus dem russischen Zarenreich umfasse. So exotisch die Ausstellungsstücke, so international ist die Kundschaft, darunter immer auch zahlreiche Museen.

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Für Aufsehen gesorgt hat jetzt jedoch die Mitteilung, dass Gemälde und private Gegenstände des Diktators Adolf Hitler versteigert würden. Dass dies durchaus aus dem Rahmen falle, wird seitens der Polizei eingeräumt, allerdings sei daran nichts Spektakuläres, wenn es sich um Sammlerstücke handle. Andreas Thies selbst betont, in seiner zwanzigjährigen Tätigkeit als Auktionator noch nie mit Missbrauch konfrontiert worden zu sein. Vielmehr gebe es seit 60 Jahren einen Sammlermarkt für derartige Gegenstände.

Was jetzt noch besteht, ist Klärungsbedarf im Hinblick auf die Organisation. Eine Versteigerung muss zwei Wochen zuvor angemeldet werden. Wie Ordnungsamtsleiter Johannes Ehni betonte, befindet sich die Stadt Kirchheim mit der IHK und der Polizei im Abstimmungsprozess.

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