Lokales

Aufzug ad acta gelegt

Die Owener Bernhardskapelle erfreut sich großer Beliebtheit bei den Führungen durch das Kulturdenkmal ebenso wie als Veranstaltungsort für öffentliche oder private Festlichkeiten. Weniger beliebt ist dagegen der Höhenunterschied zwischen der Küche im Erdgeschoss und dem Saal im Dachgeschoss.

ANDREAS VOLZ

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OWEN Der Owener Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Kosten für den Einbau eines Küchenaufzugs in der Bernhardskapelle befasst, die auf rund 30 000 Euro geschätzt werden. Obwohl Bürgermeister Siegfried Roser eigentlich mit höheren Kosten gerechnet hätte, bezeichnete er die Investition in einen solchen "Kleingüteraufzug" als "rausgeschmissenes Geld". Schon anhand der Planskizzen wurde nämlich deutlich, dass ein Aufzug nicht nur erhebliche Umbaumaßnahmen, sondern auch unliebsame räumliche Einschränkungen mit sich brächte.

Zudem verwies Siegfried Roser darauf, dass der Aufzug nur dann verwirklicht werden könnte, wenn die Balken im Gebäude auch wirklich so liegen wie vermutet: "Wenn wir einen Balken erwischen, geht es gar nicht." Eine weitere Hürde für einen Küchenaufzug wäre beim Landesdenkmalamt zu nehmen. Bislang hat die Owener Stadtverwaltung mit den Denkmalschützern noch nicht über das Thema gesprochen. Das Gespräch wird auch nicht mehr nötig sein, weil sich die Gemeinderäte den Argumenten der Verwaltung anschlossen.

So sehr ein Küchenaufzug die Arbeit für Festveranstalter im Dachgeschoss auch erleichtern würde, es muss beim Wunsch bleiben. Auf einen Vorteil aber können sich künftige Hochzeiter, Geburtstagskinder und Caterer freuen: Auf Anregung von Gabriele Horer soll das Dachgeschoss immerhin mit einem Getränkekühlschrank ausgerüstet werden.