Lokales

Aus Dino wird Doppik

Einstimmig sprach sich der Notzinger Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung für das SAP-System für das Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen der Gemeinde aus.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN "Auch in den Kommunen muss nun Doppik eingeführt werden", erklärte Bürgermeister Flogaus. Doppik steht für die kaufmännische "dopp"elte Buchführung "i"n "K"onten Soll und Haben. Zwei Anbieter bewerben sich nun für diesen lukrativen Auftrag, denn zusammen mit dem Kommunalen Rechenzentrum Region Stuttgart werden den Gemeinden, Städten und Landkreisen der Region Stuttgart EDV-Dienstleistungen aus einer Hand angeboten.

"Die Kämmerer haben sich x-mal getroffen, um herauszufinden, welches System besser ist. Im Moment herrscht mehr oder weniger eine Pat-Situation", so der Schultes. SAP ist etwas teurer als KIRP, dafür hat letztere Firma nach Aussage von Jochen Flogaus "noch nicht alles im Griff", und "die Umstellerei" sei mit SAP etwas einfacher. Zudem bestehe KIRP seit sieben Jahren und habe schon den dritten Eigentümer.

"Mit 30 Jahren ist das jetzige EDV-System ein Dinosaurier. Die Gemeinde ist als mittelständisches Unternehmen zu sehen, und diese Firmen arbeiten fast alle mit SAP", nannte Jürgen Wagner seinen klaren Favoriten.

Völlig richtig ist es nach Ansicht von Hans-Joachim Heberling, dass sich eine Gemeinde wie Notzingen an eine Rechenzentrale anschließt und nicht eigenständig Angebote einholt, wie es beispielsweise große Städte wie Stuttgart könnten. "Entscheidend ist jedoch, dass die Verwaltungs-Mitarbeiter mit dem System umgehen können. Die Kämmerer müssen wissen, was sie wollen", erklärte er.

Da das Votum der Notzinger Verwaltung eindeutig zugunsten von SAP ausfiel, stimmte der Gemeinderat diesem Wunsch einstimmig zu.