Lokales

Ausbau bringt mehrere Vorteile

Kreisstraße zwischen Notzingen und Kreisverkehr wird nächstes Jahr saniert

Mit Freude zur Kenntnis genommen haben die Notzinger ­Gemeinderäte die Planung für den Ausbau der K 1205 zwischen Notzingen und dem Kreisverkehr beim Freitagshof.

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Iris Häfner

Notzingen. Auf elf Seiten beschreibt das Straßenbauamt des Landkreises Esslingen genau, was auf dem 930 Meter langen und etwa 720 000 Euro teuren Straßenstück im kommenden Jahr verändert werden soll. So wird die zwischen 4,8 und 5,2 Meter breite Kreisstraße auf eine Breite von sechs Metern durchgehend ausgebaut. Die beiden Kurven nach dem Kreisverkehr – schon seit Jahren ein Unfallschwerpunkt – werden entschärft. In diesem Bereich wird die historisch entstandene Wegeverbindung zwischen Notzingen und Ötlingen um etwa zehn Meter versetzt. Sehr zur Freude von Bürgermeister Jochen Flogaus erhält die gesamte Trasse beidseitig neue Bankette. Wie notwendig dies ist, zeigt der derzeitige Zustand der Randbefestigung. Wegen des Umleitungsverkehrs ist die Kreisstraße stark frequentiert, was ständige Ausbesserungen nötig macht.

Im Zuge des Ausbaus gibt es eine direkte Radweganbindung zum Hohenreisach in Kirchheim. Dieser Feld-und Radweg führt von der Notzinger Kläranlage über die Kreisstraße zunächst in gerader Richtung nach Kirchheim. Nach einigen Metern geht es dann in einer Linkskurve auf den bestehenden, asphaltierten Hinterbergweg zu. Dieser Streckenverlauf hat sich aus der fehlenden Flurbereinigung ergeben. So sind weit weniger Anlieger betroffen als bei einem parallelen Verlauf zur Kreisstraße.

Nach den Plänen des Landratsamts hätte es in Zukunft keine Anbindung mehr von der Kreisstraße über das erste Bodenbachbrückle nach dem Ortsausgang gegeben. „Viele Grundstückseigentümer benutzen jedoch diesen Weg, um zu ihren Stückle zu kommen“, weiß Jochen Flogaus. Er konnte das Straßenbauamt von der Wichtigkeit überzeugen, sodass diese Verbindung bestehen bleibt. Ferner gibt es auch einen Abzweig in das geplante Gewerbegebiet Brühl IV.

Zudem stehen auch einige Renaturierungsmaßnahmen an. Das Oberflächenwasser aus Richtung Hohenreisach wird ab dem Hinterbergweg verdolt dem Bodenbach zugeführt. Bis zur Kreisstraße wird das Bächlein auf einer Länge von etwa 135 Meter künftig offen fließen. „Das soll einen normalen Graben geben“, erläuterte der Schultes. Das Gewässer erhält einen sieben bis zehn Meter breiten Randstreifen. „In Teilbereichen soll es auch eine Bepflanzung geben“, führte Jochen Flogaus weiter aus.

Zunächst müssen jedoch noch Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern geführt werden. Das Straßenbauamt ist optimistisch, dies rasch über die Bühne bringen zu können, damit wie geplant im kommenden Jahr mit dem Ausbau begonnen werden kann. Die Kosten von rund 720 000 Euro trägt der Landkreis. Zu erwarten sind rund 255 000 Euro an Landeszuschüssen.

Eduard Bosch freute sich über die Formulierung im Erläuterungsbericht, dass die Straße nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht und die Klagen der Notzinger endlich Gehör gefunden haben. Auf weniger Unfälle hofft Helga Merz nach der Entschärfung der Kurven und Herbert Hiller ist zufrieden, dass nun im Zuge des Ausbaus eine weitere Radwegeverbindung entsteht, nachdem ein Versuch schon fehlgeschlagen war.