Lokales

Ausbau der Betreuungsangebote

An der Lerchenstraße möchte die Stadt eine Ganztagsgruppe und eine Kinderkrippe einrichten

In Sachen Kinderbetreuung macht Weilheim Nägel mit Köpfen: Im Kindergarten Lerchenstraße sollen eine Ganztagsgruppe und eine Krippe für Ein- bis Dreijährige eingerichtet werden.

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ANKE KIRSAMMER

Weilheim. Bei einer Enthaltung hat sich der Weilheimer Gemeinderat der Empfehlung des Kindergartenausschusses angeschlossen, den Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder voranzutreiben. Liefen die Anmeldungen für die 2002 eingerichtete Ganztagsgruppe im Kindergarten Bahnhofstraße anfangs eher schleppend, so übersteigt die Nachfrage das Angebot von 20 Plätzen inzwischen bei Weitem. Deshalb soll eine der vier Regelgruppen im Kindergarten Lerchenstraße in eine Ganztagsgruppe umgewandelt werden. Um in dem Kindi dafür freie Plätze zu schaffen, werden von September 2008 an die Einzugsgebiete geändert: Das Gebiet „Städtle“ einschließlich Untere und Obere Grabenstraße kommt zum Kindergarten Bahnhofstraße, Sprösslinge aus dem Gebiet Lange Morgen und Maierhöfe werden dann den Kindergarten Egelsberg besuchen.

Ess- und Ruheraum für die neue Ganztagsgruppe sollen in dem bislang als Wohnhaus genutzten städtischen Gebäude Lerchenstraße 42 untergebracht werden. Für den Umbau gibt es mehrere Varianten, die im Detail noch geprüft werden müssen. Dazu hat der Gemeinderat einem Weilheimer Architekturbüro den Planungsauftrag erteilt. Ebenfalls in dieses Haus soll eine Krippe einziehen, die Platz für zwölf Kinder bietet. Im Blick hat Bürgermeister Hermann Bauer den ab 2013 gültigen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für 35 Prozent der Ein- bis Dreijährigen: „Wir sollten nicht die von den Eltern Getriebenen sein, sondern selbst handeln.“ Angepeilt ist ein Start der neuen Angebote im Herbst 2009, spätestens 2010.

Wann genau das Vorhaben realisiert wird, entscheidet der Gemeinderat mit dem Haushaltsplan 2009. Die Kosten für den Umbau des Wohnhauses werden auf rund 220 000 Euro geschätzt. In der Finanzplanung bis 2011 sind dafür Mittel in Höhe von 200 000 Euro eingestellt. Der Betrieb einer zweiten Ganztagsgruppe wird die Stadt jährlich 50 000 Euro kosten, der Betrieb der Kinderkrippe 120 000 Euro. Das positive Echo im Rund fasste Hartmut Hummel zusammen: „Wir wissen zwar noch nicht, wie wir das bezahlen sollen, das Geld ist aber sicher gut angelegtes Kapital.“