Lokales

Ausbildungspakt trägt Früchte

NÜRTINGEN Die Schätzungen für das laufende Jahr sagen einen weiteren Anstieg voraus. Für Rainer Arnold hat sich denn auch der Ausbildungspakt zwischen Bund und Wirtschaft bewährt. Anlässlich des Tags der Ausbildung der Bundesarbeitsagentur sagte er: "Die Bemühungen tragen Früchte, es ist gut, dass der Ausbildungspakt bis 2010 fortgesetzt wird." So habe sich die Wirtschaft verbindlich verpflichtet, auch in Zukunft jedes Jahr 60 000 neue Ausbildungsplätze einzuwerben. Neu sei die Zusage, in jedem Jahr 30 000 neue Ausbildungsbetriebe zu gewinnen, sagte Arnold. Ferner sichere die Wirtschaft zu, jährlich 40 000 Praktikumsplätze für betriebliche Einstiegsqualifikationen bereitzustellen. Damit haben Bund und Wirtschaft die vereinbarten Ziele im Vergleich zum ersten Pakt nochmals angehoben und den Erfolgen der letzten Jahre angepasst. "Jeder ausbildungswillige und ausbildungsfähige junge Mensch soll auf diese Weise ein Angebot erhalten können", sagte Arnold.

Anzeige

Bereits nach den ersten drei Jahren sei die Trendwende auf dem Ausbildungsmarkt erreicht worden, denn auch die Gesamtzahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge sei von 557 600 im Jahr 2003 auf 576 200 im vergangenen Jahr gestiegen, so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Für das laufende Jahr rechnet das Bundesinstitut für Berufsbildung mit einem erneuten Anstieg auf über 600 000 Plätze.

Entwarnung gibt Arnold allerdings nicht. Die Zahlen seien sehr erfreulich, doch der hohe Anteil an Altbewerbern, die im Vorjahr keine Lehrstelle erhalten hätten, erhöhe die Nachfrage. Mit einer Entspannung am Ausbildungsmarkt sei noch nicht zu rechnen, deshalb müssten die Anstrengungen von Bund, Ländern und Wirtschaft auf hohem Niveau bleiben.

Vor diesem Hintergrund wies Rainer Arnold auf ein Serviceangebot für Unternehmen der SPD-Bundestagsfraktion hin. Unter www.erfolgreich-ausbilden.de können sich Firmen in mehreren Sprachen über die Vorteile des dualen Berufsbildungssystems informieren und erhalten praktische Hinweise für die Einrichtung von Ausbildungsplätzen.

Besorgniserregend sei die nach wie vor zu hohe Zahl an Schulabgängern ohne Abschluss. Für die erfolgreiche Vermittlung eines Ausbildungsplatzes sei ein Schulabschluss und ein guter Übergang von der Schule in den Beruf ganz entscheidend. "Um die Berufsorientierung von Jugendlichen zu verbessern, müssen Schulen und Betriebe enger zusammenarbeiten. Es freut mich sehr, dass es in meinem Wahlkreis bereits Beispiele einer solch guten Zusammenarbeit gibt", so Rainer Arnold.

pm