Lokales

Ausbildungspakt zeigt Wirkung

Aufgrund der Aktivitäten der Industrie- und Handelskammer erhielten im vergangenen Jahr viele Jugendliche ein Ausbildungsverhältnis, die sonst ohne Lehrstelle geblieben wären. Zudem konnten die IHK-Mitarbeiter Betriebe überzeugen, eine namhafte Zahl von zusätzlichen Praktikantenplätzen einzurichten.

KIRCHHEIM Im Rahmen eines Informationsgespräches mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Karl Zimmermann zog der stellvertretende Geschäftsführer der Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen der IHK Stuttgart, Helmut Zeeh, eine entsprechend positive Bilanz. "Der Ausbildungsmarkt im Landkreis zeigt dank der Kooperationsbereitschaft der Unternehmen gute Wirkung", würdigte der CDU-Landtagsabgeordnete das Entgegenkommen vieler Unternehmen bei der Einstellung von Auszubildenden und Praktikanten.

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Im vergangenen Jahr hatte die IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen viele Betriebe angeschrieben und zusätzlich Telefongespräche mit Firmenvertretern geführt, um die Verantwortlichen in den Unternehmen davon zu überzeugen, weitere Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit fanden im Juni eine Last-Minute-Lehrstellen-Börse sowie Mitte Oktober und Anfang November Nachvermittlungen statt. Einig waren sich Karl Zimmermann und Helmut Zeeh darüber, dass sich das Ergebnis sehen lassen könne. Die Zahl der bei der IHK gemeldeten Ausbildungsverhältnisse in den Altkreisen Nürtingen und Esslingen sei im Vergleich zu 2003 laut Helmut Zeeh sogar leicht gestiegen.

"Problematisch sind manche überflüssigen Negativmeldungen von Verantwortungsträgern, die an der realen Lage auf dem Ausbildungsmarkt vorbeigehen", kritisierte Helmut Zeeh die Aussagen einzelner politischer Vertreter. "Sie werden der tatsächlichen Lage auf dem Ausbildungsmarkt in der Region nicht gerecht." Übertriebene Ängste führten dazu, dass Ausbildungsplatzsuchende mehrere Verträge unterschreiben, die dann aber nicht angetreten und auch nicht zurückgegeben werden, berichtete Helmut Zeeh.

Um die Betriebe bei der Ausbildung weiter zu entlasten, wurden den Firmen im vergangenen Jahr von der IHK erneut die Ausbildungs- und Prüfungsgebühren erlassen. Zu übertriebener Schwarzmalerei beim Thema Ausbildungspakt ist aus Sicht des CDU-Landtagsabgeordneten Karl Zimmermann kein Anlass.

"Die Lehrstellensituation im Landkreis könnte besser sein, aber sie ist nicht so schlecht, wie sie von einzelnen SPD-Mandatsträgern dargestellt wird", betonte Karl Zimmermann. "Dank der gemeinsamen Anstrengungen der IHK, der Agentur für Arbeit und der Betriebe konnten viele Jugendliche einen Ausbildungsplatz erhalten."

Die Erfolge erhalten für den CDU-Politiker umso mehr Gewicht, da sie in einer relativ schwierigen wirtschaftlichen Lage erzielt wurden. Für überzogenen Pessimismus darf es nach Ansicht von Karl Zimmermann keinen Raum geben: "Wir leben in einem Umfeld, von dem andere Kreise und Regionen in SPD-regierten Bundesländern nur träumen können, besitzt doch die Arbeitsagentur Göppingen nach der neuesten Statistik vom Dezember 2004 bundesweit die viertniedrigste Arbeitslosenquote in ganz Deutschland, was sich dann auch in der Zahl der Ausbildungsplätze niederschlägt."

pm