Lokales

Ausflug ins Alte Schloss

Zur Besichtigung der Landesausstellung im Alten Schloss in Stuttgart mit Führung hatte der Förderkreis "Alt Owen" eingeladen. Knapp zwei Dutzend Personen besuchten also gemeinsam die Ausstellung "Das Königreich Württemberg 1806 1918, Monarchie und Moderne".

OWEN Neben der allgemeinen Zeitgeschichte lag der Schwerpunkt der Führung auf einer Würdigung der unterschiedlichen Persönlichkeiten der vier württembergischen Könige Friedrich I., Wilhelm I., Karl I. und Wilhelm II. sowie ihren Ehen und Freundschaften. Während man König Friedrich noch als "Schwäbischen Zar" charakterisieren kann, war Wilhelm I. der "Reformer auf dem Königsthron". Ihm folgte König Karl, der "Regent mit mildem Szepter". Mit dem "Bürgerkönig" Wilhelm II. endete die Monarchie.

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Die Ausstellung im Landesmuseum Württemberg widmet jedem der vier Herrscher ein eigenes Kabinett, in dem dynastische Verbindungen, höfische Repräsentation und persönliche Neigungen jeweils aufgezeigt werden. Eingebettet sind diese Portraits in die umwälzenden Veränderungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wilhelm I. begründete das landwirtschaftliche Institut Hohenheim und die landwirtschaftlichen Leistungsschau in Cannstatt, als "Cannstatter Volksfest" immer noch populär. Besonders hervorgehoben wurde auch das soziale Engagement der Großfürstin Katharina von Russland, der Gattin König Wilhelm I. und der Zarentochter Königin Olga, der Frau von König Karl.

Karl I. und Wilhelm II. förderten die Industriealisierung des Landes durch den Ausbau der Verkehrswege. Der fortschrittliche und kulturell stark engagierte König Wilhelm II. ermöglichte durch seine besondere Bürgernähe auch den schwierigen Übergang zur Republik. Ein beredtes Zeugnis seiner Hochschätzung im Volk ist der von Christof Leuze zum Ende des Ausflugs verlesene Bericht Eduard Mildenbergers von einem Besuch beim ehemaligen König in seinem Domizil in Bebenhausen.

rl