Lokales

Ausgiebig an Technik und Torschuss gefeilt

In Zusammenarbeit mit dem Projektträger Paritätisches Bildungswerk Baden-Württemberg bot das Evangelische Jugendwerk Kirchheim die Begleitung eines Freiwilligenprojektes Jugendlicher im Rahmen von "Jugend engagiert sich" (JES) an. Zum ersten Mal fand ein Fußballcamp als Projekt der Landesstiftung Baden-Württemberg statt.

KIRCHHEIM Unter dem Motto "Mit Gott nie im Abseits" machten sich 23 Jungs im Alter zwischen zwölf und sechzehn Jahren sowie sieben Mitarbeiter als Teilnehmer des Freiwilligenprojektes mit der Zielrichtung Bürgerschaftliches Engagement auf zum Ferien- und Freizeitheim Stettenhof nach Mödingen.

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Premieren sind oft eine heikle Angelegenheit. Fragen, Vermutungen, Ängste und Erwartungen bewegen und begleiten sowohl Mitarbeiter als auch Teilnehmer. Wurden die richtigen Vorbereitungen getroffen und vollständig abgeschlossen? Wird die Anlage die Voraussetzungen für ein Fußballcamp erfüllen? Wie wird sich das Verhältnis unter den Teilnehmern und zu den Leitern entwickeln?

Nachdem es am Anreisetag noch geregnet hatte, fand am am nächsten Tag unter wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein die erste Trainingseinheit auf dem Rasen statt. Und dies sollte sich die kommenden neun Tage nicht ändern. Aufgeteilt in zwei Gruppen mit je zwei Trainern standen täglich zwei Trainingseinheiten auf dem Tagesplan. Ausgiebig wurde an Technik und Torschuss gefeilt und die Grundlage eines jeden Sportlers, die Kondition, ausgebaut, wozu auch zwei Joggingeinheiten vor dem Frühstück beitrugen. Die schweißtreibende Vorbereitung zahlte sich aus, denn die Teilnehmer erkämpften sich in sechs Spielen drei Siege und ein Unentschieden gegen Vereinsmannschaften, die aus der näheren Umgebung anreisten oder selbst am Stettenhof ein Trainingslager abhielten.

Neben der sportlichen Herausforderung befassten sich die Jungs mit der Erschließung und Erarbeitung lebensnaher und sie persönlich betreffender Themen, die neben anderen unter den Überschriften "Chance", "Abseits" oder "Risiko" standen. Den Gottesdienst am Sonntag zum Thema "Sieg oder Niederlage" gestalteten die Teilnehmer unter Anleitung selbst. Gemeinsam feierten die Gruppen diesen Gottesdienst mit einer B-Jugend-Mädchenmannschaft aus dem Kreis Ulm, die zur selben Zeit ein Trainingslager abhielt.

Um sich noch den ein oder anderen Trick von den Profis abzuschauen oder um einfach mal entspannen zu können, unternahm die komplette Mannschaft samt Betreuern samstags einen Ausflug ins Stadion. Da die Bundesliga an diesem Wochenende spielfrei hatte, fuhren alle nach Augsburg zur Regionalligabegegnung zwischen dem Aufstiegsaspiranten FC Augsburg und dem SV Darmstadt 98.

Den Höhepunkt des Tages setzte jedoch das darauf folgende Abendessen. Zurück am Stettenhof erwartete alle Fußballcamper ein über offenem Feuer gebratenes Spanferkel, das die Teilnehmer tags zuvor noch selbst auf den Spieß gewuchtet hatten.

Auch die Abende wurden abwechslungsreich gestaltet. Egal ob bei "Wetten, dass", beim Quiz, beim Nachtgeländespiel, einer Nachtwanderung, beim Lagerfeuer oder dem Bunten Abend, den die Teilnehmer selbst gestalteten, waren Spaß und Action stetige Begleiter. Und beim Filmabend zum "Wunder von Bern" ließen sich die Jungs vom Gemeinschaftsgeist der Siegerelf von 1954 anstecken.

Im Rückblick auf das Fußballcamp waren sich Teilnehmer und Mitarbeiter einig, dass man zusammen zehn schöne und erfüllte Tage am Stettenhof genossen hatte. Um den Wunsch der Teilnehmer, nächstes Jahr wieder ein Fußballcamp zu organisieren, zu erfüllen, laufen bereits erste Prüfungen, ob ein zweites Camp stattfinden kann.

Das besondere Projekt "Fußballcamp" wurde durch die Teilnahme einer Mannschaft des Fußballcamps am Konfi-Cup in Holzmaden abgerundet. Außerdem können die Teilnehmer des Fußballcamps in den wöchentlich regelmäßigen Angeboten der Eichenkreuzsportgruppe in Dettingen ein Zuhause finden.

sh