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"Ausgleich ist möglich"



IRIS HÄFNER

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LENNINGEN Für das laufende Haushaltsjahr blickt der Kämmerer nicht ganz so pessimistisch in die Zukunft. Wie er allerdings den Haushalt 2005 ausgleichen soll, ist ihm noch ein Rätsel. In einer ersten Prognose schätzt er, dass etwa 600 000 bis 700 000 Euro im Gemeindesäckel fehlen werden. "Es kann sich verbessern, aber eine Verschlechterung ist eher denkbar, wie Erfahrungen nahe legen", erklärte Herbert Braun. Als Gründe nannte er Kostenerhöhungen und gekürzte Zuwendungen. "Wo wir die nötigen Einsparungen herbringen sollen ist mir völlig schleierhaft", so der Kämmerer. Ideen, auch von Seiten des Gemeinderates seien gefragt.



Die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb belaufen sich zum Stand vom 30. Juni dieses Jahres auf rund 1,3 Millionen Euro, der Ansatz für 2004 liegt bei knapp 3 Millionen Euro. Hier wird es einen erheblichen Rückgang geben. Besser sieht es dagegen bei den Zinseinnahmen aus. Der Kämmerer rechnete lediglich mit 200 000 Euro, Ende Juni konnte er jedoch schon 240 000 Euro verbuchen. "Bei der Einkommensteuer werden wir vermutlich nicht schlechter als im Ansatz liegen", so Herbert Braun. Im Ansatz sind knapp 2,8 Millionen Euro, bereits da sind zwar nur rund 650 000 Euro, aber der Kämmerer ist zuversichtlich, dass der große Batzen bis zum Jahresende auf dem Konto der Gemeinde ist. Sowohl bei Grundsteuer als auch bei der Gewerbesteuer vermutet Herbert Braun, dass der Ansatz nicht ganz erreicht wird. Geschätzt wurde, dass 840 000 Euro bei Grundsteuer A und B zusammenkommen, 950 000 Euro bei der Gewerbesteuer.



Im Vermögenshaushalt musste der Kämmerer die Zahlen ebenfalls schätzen. Bei verschiedenen Maßnahmen liegen noch keine Abrechnungen vor, Mehrausgaben sind deshalb durchaus möglich. "Dazu zählen die Umnutzung des Bahnhofs zum Bürgerhaus, der Friedhofsbereich in Schopfloch oder aber auch der Sanitärbereich des Freibads und der Busbahnhof", erläuterte Herbert Braun und gab auch gleich Entwarnung: "Ein Ausgleich ist immer möglich."