Lokales

Bachelor und Master

Die Fusion ist geschafft, jetzt will man sich an der Hochschule Esslingen (FH) wieder auf die Kernaufgaben in Studium und Lehre konzentrieren. Im Jahresbericht der Fachhochschule für Technik (FHTE), den Rektor Jürgen van der List in einer öffentlichen Senatssitzung vorstellte, spielte der Zusammenschluss mit der Hochschule für Sozialwesen aber noch einmal eine wichtige Rolle.

ESSLINGEN "Das Berichtsjahr 2005/2006 war stark geprägt durch die Fusion", sagte Jürgen van der List bei seinen Ausführungen zum Jahresbericht der FHTE. Diese sei parallel zu den vielen Aufgaben, die die baden-württembergischen Hochschulen für die nächsten Jahre vom Wissenschaftsministerium zugeteilt bekamen, bewältigt worden. Trotz der Fusion sei es für die Hochschule selbstverständlich gewesen, den Bologna-Prozess umzusetzen und alle Diplom-Studiengänge in Bachelor-Studiengänge zu ändern.

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Die Entscheidung zur Umstellung hält van der List für richtig. "Die Gespräche, die ich mit Firmenvertretern in der letzten Zeit führen konnte, haben gezeigt, dass der Bachelor-Abschluss akzeptiert wird, insbesondere wenn es sich, wie bei der Hochschule Esslingen, um ein siebensemestriges Studium handelt mit Beibehaltung des Praxissemesters im fünften Semester." Auch die Einführung weiterer Master-Studiengänge an der HE wurde beschlossen, die den Studierenden nach dem Bachelor-Studium erlauben, ihr Wissen in einem dreisemestrigen Master-Studium zu vertiefen.

Der Wechsel vom Studentenwerk Hohenheim zum Studentenwerk Stuttgart sei, so van der List, nach dem Zusammenschluss der Studentenwerke in Tübingen und Hohenheim ein notwendiger Schritt gewesen. "Wir sind näher an Stuttgart als an Tübingen, und wir wollten verhindern, dass die Studierenden in Bafög-Angelegenheiten nach Tübingen fahren müssen." Dadurch hätten Studierende aus Esslingen nun auch die Möglichkeit, Zimmer in den Stuttgarter Studentenwohnheimen zu mieten.

Sehr glücklich zeigte sich van der List darüber, das im Berichtsjahr keine weiteren Stellen abgebaut werden mussten. Auch der Haushalt zeigte leichte Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr. Allerdings reichten die finanziellen Mittel nicht aus, um wichtige Investitionen zu tätigen. "Der Bedarf ist da, wir müssen wieder investieren und eine Lösung finden", so van der List. Übereinstimmend freuten sich der Rektor und die Gleichstellungsbeauftragte, Elke von Seggern, über die Zertifizierung zur familiengerechten Hochschule. Damit hat sich die HE verpflichtet, den Studierenden und Angehörigen bessere Bedingungen für die Familie zu bieten.

Der Frauenanteil an der ehemaligen FHTE ist im Berichtsjahr um einen Prozentpunkt auf 13,9 Prozent gestiegen. Beim Frauenanteil der Professoren liegt die Hochschule jedoch mit sieben Professorinnen auf 172 Professorenstellen noch weit unter dem Landesdurchschnitt.

kf