Lokales

Bahn nutzt Gleis nicht

Wohl kein Aushub-Abtransport auf Schienen

Offensichtlich sind die Würfel gefallen: Wie am Rande der Sitzung des Technischen Ausschusses im Kirchheimer Rathaus verlautete, will die Bahn im Zusammenhang mit dem Schnellbahntrassenbau kein Material über die bislang stillgelegte Gleisstrecke von Kirchheim bis Weilheim abtransportieren.

Kirchheim. Bislang hing immer die Möglichkeit in der Luft, dass der Abtransport des Materials aus dem geplanten Bosslertunnel über das Gleis erfolgen könnte, das seit Jahren über weite Passagen im Dornröschenschlaf liegt. Die Strecke von Kirch­heim nach Weilheim wurde bekanntlich vor fast einem Vierteljahrhundert stillgelegt.

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Doch derlei Überlegungen sind anscheinend Schnee von gestern. Dass die Bahn mit diesem sogenann­ten „Baugleis Holzmaden“ definitiv nicht mehr plane, bestätigte auf Nachfrage des Teckboten ein Pressesprecher aus dem Kommunikationsbüro Bahnprojekt Ulm-Stuttgart.

Für die Stadt Kirchheim ist die Zukunft der alten Trasse insofern von Bedeutung, da einige Projekte mit dem Gleis verbunden sind. Zum Beispiel zieht sich beim Spielplatz Bulkesweg eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer über das Gleis. Sie wird von der Stadt längst als baufällig eingestuft. Ob und auf wessen Kosten sie saniert werden muss, diese Frage hat entscheidende Auswirkungen auf die geplante Neugestaltung des gesamten Areals. „Wir können jetzt in den Ring steigen“, kommentierte Bürgermeister Günter Riemer nun die aktuelle Situation: Die Stadt Kirchheim legt die erste Priorität auf einen Abriss der Brücke in der Nähe des Hochhauses.