Lokales

Bauamt und Schreinerei

Zusammen werden Stadtverwaltung und die Kirchheimer Schreinerei Schreiber noch für das beginnende Ausbildungsjahr 2005/2006 einen zusätzlichen Ausbildungsplatz für eine/n Schreiner/in anbieten. Die Handwerkskammer Region Stuttgart hat hierfür bereits "grünes Licht" gegeben.

KIRCHHEIM Durch einen solchen Ausbildungsverbund erfolgt die betriebliche Ausbildung im Wechsel zwischen der Schreinerei Schreiber und dem Baubetriebsamt der Stadt Kirchheim. Auch wenn der Beginn des neuen Ausbildungsjahres kurz bevor steht, sind die beiden Partner zuversichtlich, noch eine/n qualifizierten Bewerber/in für die Ausbildung zu bekommen. Angesichts der prekären Situation auf dem Ausbildungsmarkt und den allenthalben zu hörenden Appellen, Ausbildungsplätze zu schaffen, will die Stadt durch einen solchen Verbund einen zusätzlichen Ausbildungsplatz schaffen. Wozu ein Ausbildungsbetrieb alleine vielleicht nicht in der Lage ist, nämlich einen zusätzlichen Ausbildungsplatz anzubieten, gelingt durch die Zusammenarbeit zweier Partner.

Anzeige

Die Vorteile eines solchen Verbundes liegen klar auf der Hand: Schaffung eines zusätzlichen Arbeitsplatzes; die Ausbildungskosten werden zwischen den Kooperationspartnern aufgeteilt, für die Auszubildenden ergeben sich Einblicke in verschiedene Arbeitswelten sowie eine Ausbildung auf hohem Niveau.

Während die Schreinerei Schreiber sich erstmals an einem solchen Ausbildungsverbund beteiligt, ist dies für die Stadt Kirchheim bereits das dritte KIA-Projekt. Zurzeit bildet die Stadt noch eine Bauzeichnerin in Kooperation aus. Und ab dem neuen Ausbildungsjahr ist die Stadt an einem weiteren Ausbildungsverbund für eine Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste beteiligt. Mit der jetzt anstehenden Kooperation für einen Ausbildungsplatz als Schreiner/in betritt jedoch auch die Stadtverwaltung Neuland: für sie ist es nämlich die erste Ausbildung im handwerklichen Bereich.

Für Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker ist es wichtig, dass die Stadt auch in Zeiten "knapper Kassen" im Bereich der Ausbildung Zeichen setzt und so auch ihrer Verantwortung für das Gemeinwesen nachkommt. Dank und Anerkennung gelten Schreinermeister Martin Schreiber, der sich spontan bereit erklärt hat, einen weiteren Azubi in Kooperation mit der Stadt auszubilden. Wünschenswert wäre, wenn solche Ausbildungsverbünde auch zwischen Partnern aus der freien Wirtschaft zu Stande kommen würden. Die Stadt jedenfalls wird, so Matt-Heidecker, weiter an dem Thema "Ausbildungskooperation" dranbleiben.

pm