Lokales

Bauarbeiten im Zeitplan

Tiefgarage Krautmarkt soll wie vorgesehen Ende September wieder eröffnet werden

irene strifler

Kirchheim. Den Bauzeitenplan für die Sanierung der Tiefgarage Krautmarkt rollt Martin Zimmert momentan besonders gerne auf seinem Schreibtisch aus. Kein Wunder, schließlich entspricht der Baufortschritt exakt den Vorgaben. Die Betoninstandsetzungsarbeiten im ersten und zweiten Untergeschoss sind bereits abgeschlossen. Momentan wird noch die Bodenplatte im dritten Untergeschoss mit Hochdruckwasserstrahl bearbeitet. Das wird noch einige Tage dauern, dann kehrt Ruhe ein in Zimmerts Büro, das im Technischen Rathaus über der Stadtbücherei liegt, aber auch in allen umliegenden Gebäuden. Die lautstarken Sanierungsarbeiten sind damit nämlich vorbei.

Was folgt, geht weitgehend unbemerkt über die Bühne. Es handelt sich um die Installation der Haustechnik, mit der bereits im ersten Untergeschoss begonnen wurde. In Vorbereitung befinden sich auch schon die anstehenden Malerarbeiten, außerdem wird eifrig gespachtelt und geglättet.

Den letzten großen Schritt stellt das Auftragen von Gussasphalt dar. Im ersten Untergeschoss soll damit Ende März begonnen werden, im zweiten Untergeschoss Ende Mai und im dritten Untergeschoss Ende August. Dem geplanten Eröffnungstermin der Tiefgarage am 30. September dieses Jahres steht somit nichts im Wege. Zu den Goldenen Oktobertagen dürften die über 200 Parkplätze, die sich im Krautmarkt befinden, wieder für Stadtbummler und Kunden zur Verfügung stehen.

Was die Verantwortlichen mindestens ebenso freut wie die Einhaltung des Terminplans ist die Tatsache, dass auch die Kosten im Rahmen der Vorgaben bleiben. 3,9 Millionen Euro soll die aufgrund von Korrosion unvermeidliche Sanierung der Tiefgarage alles in allem kosten.

Dass die Baumaßnahme in einer Stadt, die bereits eine nervenaufreibende Tiefgaragensanierung am Schweinemarkt hinter sich hat, nun so unspektakulär abläuft, hat viele Gründe. Einer davon ist, dass schlicht und einfach ein Deckel über der Baustelle liegt. Während die Baugrube am Schweinemarkt wie eine offene Wunde klaffte, dringen aus den Tiefen des Krautmarkts nur ein wenig Lärm und Staub an die Oberfläche.

Besser als beim Bauvorhaben Schweinemarkt läuft aber auch die Kommunikation zwischen Verwaltung und Handel. City Ring-Vorsitzender Karl Bantlin erzählt von regelmäßigen Informationen, sodass Fehlentwicklungen oder Missverständnissen rechtzeitig entgegengesteuert werden konnte. „Die Ersatzparkierung ist diesmal ganz gut angelaufen“, berichtet er davon, dass die Kundschaft im Vorfeld informiert wurde. Auch Ralf Gerber, der das Modehaus Fischer in der Stadtmitte betreibt, lobt das deutlich verbesserte Baustellenmanagement. Er hat auch festgestellt, dass die kostenlosen Parkplätze am Ziegelwasen immer besser angenommen werden.

Nichtsdestotrotz sehnen Kirchheims Händler und auch die Kunden den Tag herbei, an dem wieder freie Fahrt in die Tiefgarage Krautmarkt besteht. Immerhin ist die Halbzeit überschritten, denn die Garage ist seit Ende März 2008 geschlossen. Augen zu und durch lautet die Devise. „Wir heulen mit den Wölfen“, macht Gerber klar, dass es ohnehin keine Alternative gibt.

Die Kunden können sich unterdessen schon auf einen weiteren Akzent in der Einkaufsstadt Kirchheim freuen: Im März wird das Nanz-Center an der Ecke Kolbstraße/Stuttgarter Straße seine Pforten öffnen. Dort stehen dann ebenfalls 600 Parkplätze zur Verfügung.

Anzeige