Lokales

Baubeginn Mitte 2008

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat nach Tagen das Anhörungsverfahren für den S-Bahn-gerechten Ausbau der Bahnstrecke Plochingen Kirchheim zur Verlängerung der S-Bahn-Linie S 1 nach Kirchheim abgeschlossen. Die abschließende Stellungnahme wurde dem Eisenbahn-Bundesamt zugeleitet.

STUTTGART Regierungspräsident Dr. Udo Andriof: "Die Bürgerinnen und Bürger von Kirchheim bekommen mit der Verlängerung des S-Bahn-Netzes eine direkte Bahnverbindung nach Esslingen und Stuttgart. Ich bin überzeugt, dass dieses attraktive und bequeme Nahverkehrsangebot viele Bürger zum Umsteigen vom Auto auf die S-Bahn animieren wird. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur umweltgerechten Mobilität. Vorteilhaft für die Umwelt ist zudem, dass künftig die Dieselloks durch Elektrotriebfahrzeuge ersetzt werden."

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Das Anhörungsverfahren hatte das Regierungspräsidium am 12. Juni 2007 auf Antrag der Deutschen Bahn eingeleitet und inzwischen rund 30 behördliche Stellungnahmen sowie zwei Einwendungen von Privatpersonen geprüft und bewertet. Das Eisenbahn-Bundesamt kann nun auf der Basis dieses Anhörungsberichts den Planfeststellungsbeschluss erlassen und damit die Baufreigabe für dieses Vorhaben erteilen.

Die Verlängerung der S-Bahn-Linie S 1 über den heutigen Endbahnhof Plochingen hinaus bis nach Kirchheim soll Haltestellen in Wernau, Wendlingen und Kirchheim-Ötlingen beinhalten. Der in der Aufgabenträgerschaft des Verbandes Region Stuttgart stehende öffentliche Personennahverkehr soll durch den geplanten Halbstundentakt, den Einsatz von modernen und klimatisierten Elektrotriebwagen ET 423, die Verkürzung der Reisezeit wie auch durch die Verlängerung der Betriebszeit wesentlich attraktiver werden und zusätzliche Fahrgäste gewinnen.

Neben der Elektrifizierung der Bahnstrecke von Wendlingen bis Kirchheim sollen insbesondere die Bahnhöfe Ötlingen und Kirchheim an den künftigen Betrieb angepasst werden. Die für die S-Bahn erforderlichen Bahnsteige werden barrierefrei auf einer Länge von 210 Meter auf ein Höhenniveau von 96 Zentimeter über Schienenoberkante gebracht. An der künftigen Endstation Kirchheim ist es darüber hinaus erforderlich, durch entsprechende Umbaumaßnahmen Abstellkapazitäten für die S-Bahn-Züge und die Züge der Teckbahn vorzuhalten.

Das Planfeststellungsverfahren ist in zwei Teilabschnitte eingeteilt. Der Abschnitt Wernau Wendlingen befindet sich noch im Anhörungsverfahren. Derzeit werden die eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen ausgewertet und bearbeitet. Es ist damit zu rechnen, dass dieses Anhörungsverfahren im Frühjahr 2008 abgeschlossen werden kann.

Die Baumaßnahmen der Bahn erfordern Investitionen von rund 27 Millionen Euro und beanspruchen eine Bauzeit von rund eineinhalb Jahren. Bereits Mitte 2008 soll mit dem Bau begonnen werden.

pm