Lokales

Bauhof repariert selbst

Die Energieversorgung Filstal (EVF) ist seit 2004 für die technische Betriebsführung der Owener Wasserversorgung zuständig. Aber Reparaturen am Rohrnetz führt in der Regel der städtische Bauhof aus. Dass das so bleiben soll, hat der Gemeinderat nun bekräftigt.

ANDREAS VOLZOWEN Fast einstimmig haben sich die Owener Ratsmitglieder der Meinung von Bürgermeister Siegfried Roser angeschlossen. "Ich verstehe, dass die EVF wissen möchte, was am Rohrnetz getan wird", hatte Roser zunächst Verständnis für den Wunsch des Unternehmens geäußert, alle anfallenden Arbeiten am Wasserleitungsnetz künftig in Eigenregie zu übernehmen. Schließlich gehe es um die Sicherheit und um die Verantwortung für das gesamte Owener Netz, wofür die EVF in erster Linie zuständig ist.

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Aber dennoch sah es Siegfried Roser als wenig praktikabel an, wenn Bauhofmitarbeiter bei jedem künftigen Wasserrohrbruch nur noch aufgraben würden, um dann untätig zu warten, bis die EVF oder ein von ihr beauftragtes Unternehmen den Schaden repariert hat, bevor die Bauhofleute das Loch wieder zuschütten könnten. Auch die Gemeinderatsmitglieder sahen keine Vorteile für die Stadt, wenn der Bauhof solche Schäden nicht mehr selbst reparieren darf. Sie lehnten dieses Ansinnen der EVF rundweg ab.

Dafür bestätigte der Gemeinderat aber einen Beschluss des Vorjahres, wonach für Wasserhausanschlüsse künftig allein der Netzbetreiber EVF zuständig sein soll. Als Grund dafür wird die Sicherheit des Owener Wassernetzes genannt. Der Betreiber möchte vermeiden, dass Privatleute ein Haus selbstständig an das Netz anschließen und dabei möglicherweise unsachgemäß vorgehen, was zu Verunreinigungen und zu Wasserverlust führen könnte.

Auf "mehr Wasser" können sich dagegen Bewohner im Reben- und Hopfenweg sowie Hinter der Steige freuen: Die dortige Druckerhöhungsanlage geht ab 16. April in Betrieb.