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Baulücke schließen



BARBARA IBSCH

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KIRCHHEIM Es handelt sich um eine knapp 0,35 Hektar große Fläche, die zwischen dem Burgtobelweg und der Johann-Sebastian-Bach-Straße bebaut werden soll. Der dafür genehmigte Bebauungsplan stammt allerdings noch aus dem Jahr 1958 und gibt für besagtes Areal die Nutzungsform "Öffentlicher Platz" vor. Diese Funktion hat es nie gehabt, der Bebauungsplan muss dennoch geändert werden.


Im Dezember vergangenen Jahres war der Aufstellungsbeschluss gefasst worden. Vier Gegenstimmen hatte es damals gegeben, weil von "grüner Seite" eine klimatische Verschlechterung für den Bereich Burgtobel/Würstlesberg befürchtet worden war. Als jetzt der Kirchheimer Gemeinderat nach der Bürgerbeteiligung und der Anhörung von Trägern öffentlicher Belange dem Entwurf des Bebauungsplans zustimmte und ihn in die öffentliche Auslegung schickte, geschah dies bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung.


Für die CDU-Fraktion hatte deren Sprecher Mathias Waggershauser das Schließen einer Baulücke begrüßt und die Zustimmung der Christdemokraten signalisiert. Stadtrat Hagen Zweifel war namens der Freien Wähler auf die ökologischen und stadtklimatischen Bedenken eingegangen, die im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung vorgebracht wurden. So etwas ließe sich nicht vermeiden, wenn Baulücken geschlossen würden, stellte er fest. Es erscheine auf jeden Fall vernünftiger, das Gelände richtig zu nutzen. Es ist bis jetzt noch an einen angrenzenden Nachbarn verpachtet.


Für die Fraktion Grüne Alternative sah Stadtrat Karl-Heinz Schöllkopf zwar durchaus, dass der Verkauf städtischen Geländes der Stadtkasse gut tut, gab aber nochmals die klimatische Beeinträchtigung zu bedenken. Im Übrigen wünschte er sich, dass angrenzende Bewohner die Grundstücke kaufen.


Planungsamtsleiter Dr. Oediger verwies auf die bereits aus dem Jahr 1988 stammende Aussage des Deutschen Wetterdienstes, wonach eine messbare Veränderung des Klimas nicht entstehen soll.