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Baumfrage wird geklärt

Die Urnenanlage auf dem Unterlenninger Friedhof ist beschlossen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Lenninger Gemeinderat grünes Licht für die Ausschreibung gegeben.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN Die überarbeitete Planung stellte Landschaftsarchitekt Harald Fischer vor. Zwei Urnen haben nun nebeneinander Platz und es gibt zwei Mauern, die unterschiedlich hoch und groß sind. Insgesamt bieten sie Platz für 65 Namenszüge. Mit dem Schriftzugmuster waren die Räte einverstanden, ebenso mit den zwei hellen Natursteinmustern. Sie werden alternativ ausgeschrieben, tendenziell neigt die Mehrheit des Gemeinderats jedoch zu der rauen Variante.

Mit einer Buchshecke soll die Anlage eingesäumt werden, die in den Hang integriert wird. Größere Stauden werden gleich zu Anfang gepflanzt, unabhängig von der Urnenbelegung. "Die gesamte Kulisse soll erhalten bleiben. Die Bäume machen den Platz zu einem schönen Ort", so der Planer.

Bürgermeister Michael Schlecht sprach von einer gelungenen Lösung und erinnerte das Gremium daran, dass die Anlage einschließlich der Bepflanzung vorfinanziert wird. Roland Sailer störte sich an den Bäumen. "Es sind mir zuviel. Da kommt überwiegend Laub runter und Schatten brauchen wir auch nicht unbedingt", erklärte er. Dem widersprach Harald Fischer sofort. "Ich möchte darum bitten, dort keinen Kahlschlag vorzunehmen", sagte er. Bewusstes Auslichten ist seiner Ansicht nach kein Problem, eine radikale Abholzung dagegen schon.

Gerhard Bächtle regte an, die geplante Stufe aus Rücksicht auf Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Gehwagen ersatzlos zu streichen. "Es ist sowieso schwierig, mit dem Gehwagen in die Nische zu kommen. Sie ist eigentlich für Grabschmuck gedacht", erklärte Harald Fischer. Rein funktional wird die Stufe nicht benötigt, dem Planer ging es "um ein bewusstes Hineingehen". Ein barrierefreier Zugang zu der Anlage ist für ihn jedoch grundsätzlich machbar.

Georg Zwingmann plädierte dafür, im Bereich der Urnenanlage nicht alles feinsäuberlich herzurichten. "Pflegen ja, aber nicht massiv eingreifen", sagte er. Die "wilde Ecke" habe Charme. Der Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss soll sich nun vor Ort ein Bild machen und entscheiden, welche Bäume gefällt werden sollen. "Das sollte bei Zeit sein, um die Arbeiten noch in der kalten Jahreszeit ausführen zu können", meinte dazu Jürgen Rau.