Lokales

Baustelle sorgt für Frust bei den Autofahrern

Bei manchem Lenninger ist der Frust bezüglich der Baustelle auf der B 465 in Unterlenningen im Moment groß. Viele Autofahrer weichen auf Nebenstrecken aus, was wiederum die Anwohner ärgert.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN Vergangene Woche schafften es nur wenige Autos talaufwärts, die Ampel zu passieren, ehe sie wieder auf rot sprang. "Die Ampel hat einen Bewegungsmelder. Wenn die Autofahrer frühzeitig auf die linke Fahrspur wechseln, kann die Anlage die Autos nicht erkennen", erklärt Karl-Heinz Griesinger, Leiter des Lenninger Tiefbauamts. Das Problem ist erkannt und wird nun schnellstmöglich von einer Spezialfirma geändert, verspricht er.

Da sich auch ohne diese verschärfte Situation morgens und abends Staus vor der Ampel bilden, weichen Insider schon seit geraumer Zeit auf Nebenstraßen im Ort aus. Da es sich dabei unter anderem um einen Schulweg handelt, ist die Verwaltung alles andere als glücklich über diese Entwicklung ebenso die Anlieger.

Für den späten Baubeginn Mitte Oktober hat der Tiefbauamtsleiter ebenfalls eine Erklärung: Ursprünglich hätte im vergangenen Jahr die Kläranlage in Gutenberg umgebaut werden sollen. Wegen zahlreicher Auflagen wurde die Maßnahme verschoben und somit Gelder frei. Aus diesem Grund wurde die Kirchheimer Straße vorgezogen. "Wir haben auf gutes Wetter gehofft, dann aber Pech gehabt mit den zwei Wintereinbrüchen", bedauert Karl-Heinz Griesinger. Der erste Schnee überraschte die Bauarbeiter bereits am 9. November.

Wegen des Dauerfrosts konnte wochenlang nicht gearbeitet werden. Das veranlasste Thomas Bosch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zu der Bemerkung: "Machen wir jetzt für den Bauwagen eine Ampelregelung?" Das Gefährt steht dort jedoch nicht von ungefähr. Es verhindert, dass die Verkehrsteilnehmer über den Schotter fahren.

"Wenn alles gut läuft, ist die Baustelle bis auf den Feinbelag in zwei bis drei Wochen fertig", sagt Karl-Heinz Griesinger. Lenningens Bürgermeister Schlecht ist diesbezüglich vorsichtiger und wagte in der Sitzung Mitte des Monats keine Prognose. "Ich verspreche gar nix", sagte er. Die Baumaßnahme sei allerdings kein purer Aktionismus. Er stellte jedoch in Aussicht, dass die Verwaltung derartige Arbeiten in Zukunft "anders aufbaut", um die Fristen einhalten zu können. "Wir lernen daraus", so sein Fazit.