Lokales

Bauzeitenplan liegt vor

So langsam aber sicher kommt Bewegung in die Realisierung in Sachen Anschluss an die Landeswasserversorgung von Wellingen. Der Bauzeitenplan liegt vor und wenn alles planmäßig verläuft, kann die Einweihung Mitte Mai 2006 gefeiert werden.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN Dem Notzinger Gemeinderat lag bei dessen jüngster Sitzung der überarbeitete Bauzeitenplan vor. Demnach soll Mitte Juni mit dem Bau begonnen werden. "Der Termin ist abhängig von der Bescheiderteilung für den beantragten Zuschuss", sagte Bürgermeister Flogaus. Wird mit den Arbeiten vor der Zusage der Zuschüsse begonnen, gibt es keinen Cent aus diesem Topf. "Wenn die Wellinger Wasserversorgung seit hundert Jahren besteht, kommt es auf ein viertel Jahr hin oder her auch nicht mehr darauf an", sagte Herbert Hiller im Hinblick auf den Anschluss an die Landeswasserversorgung. Dies wollte Jochen Flogaus jedoch nicht ganz so stehen lassen: "Jedes Mal, wenn es stark regnet, bekomme ich Bauchweh, ob das Wellinger Wasser verunreinigt wird", gab er zu Bedenken. Er drängt deshalb darauf, dass der Zeitplan eingehalten wird.

In diesem Zusammenhang stimmte das Gremium einstimmig dem Ingenieurvertrag zu. Von Seiten der WAVE, die für die Planung verantwortlich ist, wurde vorgeschlagen, die Maßnahme in zwei Losen auszuschreiben: zum einen den Neubau Hochbehälter mit Drucksteigerungsanlage und zum anderen die Anschlussleitung. Dieser Vorschlag wurde seitens des Gemeinderates positiv aufgenommen.

Eine weitere Diskussion ergab sich über die künftige Nutzung des Pumphäuschens am Köhlerbach. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten. Der alte Betrieb wird aufrechterhalten und das Wasser in den Hochbehälter gepumpt. "Das würde jedoch den Wasserzins erhöhen und ist wirtschaftlich nicht vertretbar", lautete dazu die klare Aussage von Bürgermeister Flogaus. Dieser Auffassung ist auch der Gemeinderat. Deshalb wird die Pumpstation als Quellfassung aufrechterhalten, ohne dass das Wasser jedoch technisch aufbereitet oder zu dem Hochbehälter gepumpt wird. "Wir haben somit eine Notversorgung im Katastrophenfall, wobei dann das Wasser jedoch abgekocht werden müsste", so der Schultes. Das reine Quellwasser wird somit auch weiterhin in die Pumpstation fließen und dank der Höhenverhältnisse wieder in den Köhlerbach abfließen.

Was mit dem alten Hochbehälter geschehen wird, darüber soll sich der Ausschuss für Technik und Umwelt Gedanken machen. "Es handelt sich hierbei um umbauten Raum für den sich möglicherweise eine Nutzung findet und den man nicht unbedingt abreißen und auffüllen muss", so die Einschätzung von Erhard Reichle.