Lokales

BDS schreibt Wirtschaftspreis für Schüler aus

Der Bund der Selbstständigen (BDS) in Kirchheim schreibt erstmals einen Wirtschaftspreis für Schüler aus. Hauptziel des Wettbewerbs ist es, junge Menschen zu motivieren, sich mit der wirtschaftlichen Situation Kirchheims zu beschäftigen.

KIRCHHEIM Der BDS versteht sich als Repräsentant der lokal ansässigen Wirtschaftsunternehmen und setzt sich in seiner Arbeit auch mit gesellschaftlichen Themen auseinander. Die Themen Bildung und Ausbildung sind dabei wichtige Schwerpunkte. Mit der Auslobung eines Wirtschaftspreises möchte der BDS die Zusammenarbeit mit den Schulen intensivieren und bei den Schülerinnen und Schülern das Thema Wirtschaft mehr in den Blickpunkt rücken.

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Für Wolf-Rainer Bosch, den Vorsitzenden des BDS Kirchheim, ist das Hauptziel des Wettbewerbs, junge Menschen zu motivieren, sich mit der wirtschaftlichen Situation Kirchheims in der Vergangenheit oder Gegenwart auseinanderzusetzen und zu beschäftigen. "Die Teilnehmer sollen durch ihre Arbeiten zeigen, dass sie wirtschaftliche Probleme erkennen, erarbeiten, strukturieren und lösen. Zum anderen müssen Arbeitsstrategien entwickelt werden, die Projektarbeit, Teamarbeit, fächerübergreifendes Denken und selbstorientiertes Lernen erforderlich machen."

Teilnahmeberechtigt für den Wirtschaftspreis, der unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker steht, sind Schülerinnen und Schüler der Kirchheimer allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Der Preis wird in zwei Alterskategorien vergeben. Die Klassenstufen 8 bis 10 sowie die Klassen 11 und 12 bilden jeweils eine Kategorie. Bei der Bearbeitung ist Teamarbeit erwünscht.

Die Ausschreibung des Preises ist bei den Schulleitern und verantwortlichen Lehrkräften auf eine breite Zustimmung gestoßen. Der Mitinitiator der Ausschreibung und Schulleiter der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule, Norbert Häuser, begrüßt das Bestreben des BDS Kirchheim, eng mit den Schulen zusammenzuarbeiten. Für die Schülerinnen und Schüler ergibt sich dadurch eine Chance, schon sehr frühzeitig zu Kirchheimer Unternehmen Kontakte zu knüpfen. Die Ausarbeitung einer solchen Arbeit setzt natürlich Engagement und die Bereitschaft voraus, Freizeit einzusetzen. Doch die Mühe kann sich durchaus lohnen. Alle Arbeiten werden der Öffentlichkeit präsentiert werden. Für die beiden erfolgreichsten Teams winkt darüber hinaus noch ein Preisgeld, gestiftet von Kirchheimer Unternehmen und dem BDS, in Höhe von 1 000 Euro je Kategorie sowie die Möglichkeit, die Arbeiten im Rahmen einer offiziellen Verleihungsfeier vorzustellen.

Die Preisverleihung wird im Rahmen der 200-Jahr-Feier der beruflichen Schulen in Kirchheim stattfinden. Die Jury setzt sich zusammen aus den Vertretern der verschiedenen Schularten und Mitgliedern des BDS.

Das BDS-Projektteam, dem neben Wolf-Rainer Bosch und Norbert Häuser die Projektleiterin Bettina Schmauder sowie Gerold Straub und Frank Keller angehören, freut sich auf eine möglichst große Beteiligung. Neben vergangenheitsbezogenen Themen wie der Entwicklungsgeschichte einzelner Kirchheimer Firmen, Untersuchungen zur Industrialisierung in Kirchheim, Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer oder die Recherche zur Namensgebung einzelner Plätze in Kirchheim sind auch aktuelle Themen wie etwa die Entwicklung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen oder die Zukunfts- perspektiven der Kirchheimer Wirtschaft denkbar.

Anmeldungen können noch bis zum 30. November über die jeweilige Schule erfolgen, die Arbeiten müssen bis Ende März 2006 fertig gestellt werden. Interessierte können die Ausschreibungsbedingungen über die Homepage des BDS Kirchheim www.bds-kirchheim-teck.de einsehen. Zudem besteht dabei die Möglichkeit, eine von BDS-Vorstandsmitglied Gerold Straub erstellte Chronologie der Kirchheimer Wirtschaftsgeschichte seit dem Jahre 1760 zu verfolgen.

bs