Lokales

Beengte Raumsituation

Mit dem Betreuungsangebot der Verlässlichen Grundschule befasste sich der Lenninger Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung.

IRIS HÄFNER

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LENNINGEN Einen kurzen Überblick über ihre Arbeit gab Angelika Holder, die gemeinsam mit Claudia Lang die Schüler betreut. In den "kleinen Ferien" sind 29 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren in der Grundschule Oberlenningen zu betreuen, da in den Ferien das Angebot grundsätzlich auch für Kindergartenkinder ausgeweitet ist. "Das ist bei unserer Raumsituation sehr schwierig", konnte Angelika Holder glaubhaft versichern. Es gibt in dem einen Zimmer lediglich 19 Sitzplätze, passendes Spielzeug fehlt auch und die große Altersspanne stellt die beiden Betreuerinnen vor eine große Aufgabe. "Die Situation ist fast nicht tragbar. Die Kinder wollen schließlich beschäftig sein und einen Dreijährigen muss ich anders betreuen als eine Neunjährige", so Angelika Holder.

Dazu kommt noch die Schwierigkeit mit den Toiletten. Um zu ihnen zu gelangen, muss der Schulhof überquert werden. Weil dieser nicht eingezäunt ist, dürfen die Kindergartenkinder dorthin nicht allein gehen.

Schnell war klar, dass ein weiterer Raum eine enorme Entlastung für alle Beteiligten wäre. "Den gibt es zwar, aber dabei handelt es sich um den Handarbeitsraum", konnte Hauptamtsleiter Günther Kern berichten. Diesen auszuräumen würde nach Aussage der Grundschule tagelange Arbeit bedeuten, weshalb die Verwaltung dies bislang noch nicht gefordert hat. Allerdings sei eine Lösung in absehbarer Zeit in Sicht.

Das Angebot der Verlässlichen Grundschule nehmen während der Schulzeit 16 Kinder wahr. Dort halten sie sich täglich von 7.30 bis 13 Uhr auf. Die Grundschule deckt die Zeit von 8.30 bis 12.05 Uhr ab, in der restlichen Zeit sind die beiden Betreuerinnen gefragt.

Die Verwaltung schlug eine "maßvolle Anpassung" der Gebühren für das kommende Schuljahr vor, die bei einer Enthaltung auch die Mehrheit im Gemeinderat fand. Von 30 auf 35 Euro wird sie für Schulkinder während der Schulzeit und in den kleinen Ferien erhöht. Die Kosten für den Besuch an einem oder zwei Tage die Woche bleiben bei 20 Euro, für die Kindergartenkinderbetreuung während der kleinen Ferien steigen sie jedoch von 60 auf 75 Euro und für Schul- und Kindergartenkinder in den Sommerferien von 30 auf 40 Euro. "Die Gebührenerhöhung geht in Ordnung. Es handelt sich dabei um eine Dienstleistung der Gemeinde, die Eltern in die Lage versetzt, arbeiten gehen zu können", verteidigte Bürgermeister Schlecht den Vorschlag. Im Vergleich zu anderen Kommunen seien die Zahlen keinesfalls überhöht.