Lokales

Bei Musik, Sport und Gebet ist der Funke übergesprungen

Unter dem Motto "Verlass dich drauf 100 Prozent" trafen sich rund 360 Konfirmanden und rund 180 Mitarbeiter aus dem Kirchenbezirk Kirchheim zum Konfi-Camp. Beim nunmehr zwölften Camp, das vom Evangelischen Jugendwerk Bezirk Kirchheim veranstaltet wurde, waren fast alle 26 Kirchengemeinden des Kirchenbezirks vertreten.

KIRCHHEIM Freitagnachmittags brachen aus allen Ecken des Evangelischen Kirchenbezirks Busse in Richtung Aulendorf auf, wo sie auf dem Freizeitgelände der Dobelmühle bereits von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Evangelischen Jugendwerks erwartet wurden. Die Teilnehmer bezogen die 50 Hauszelte, erkundeten das Freizeitgelände mit Badesee, Fußballfeld, Beachvolleyballfeld und Kletterturm.

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Das Abendprogramm begann im Zirkuszelt. "Wetten dass . . ."-Spiele, die Konfi-Camp-Band und eine rockige Pfarrer-Band sorgten für kurzweilige Unterhaltung und beste Stimmung. Professionelle Technik im Hintergrund war der Garant für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen. Die insgesamt fünf Veranstaltungen im Zirkuszelt wurden stark geprägt durch die Band, bestehend aus Teenagern, deren eigene Konfirmation noch nicht lange zurück liegt und ihren Liedern. Ein Bandmitglied erklärt: "Das besondere am Konfi-Camp ist, dass man bei einer fantastischen Stimmung mit zeitgemäßen Liedern von Gott erzählen kann." Durch die Lieblingslieder der Bandmitglieder und ihren Erläuterungen dazu gestaltete sich das Singen sehr persönlich und der Funke sprang über: Die Konfirmanden sangen mit, hüpften, klatschten und waren voll dabei.

Der thematische Teil griff auf kreative Weise die Jahreslosung auf: "Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht." Dieses Versprechen von Gott an Josua lieferte die biblische Vorlage dazu und bringt die Botschaft: "Ich kann mich auf Gott verlassen, 100-prozentig." Eine Mitarbeiterin bemerkte im Rückblick auf ihr Konfi-Camp: "Beim Konfi-Camp habe ich als Teilnehmerin Kirche und Glaube einmal ganz anders kennen gelernt. Deswegen arbeite ich gerne mit."

Abends nach dem Zirkuszelt erwartete die Jugendlichen der "Funpark" mit kulinarischen Angeboten. Manche Stationen wie Kletterturm, Kisten klettern und Bungee-Running fielen leider einem zwar kurzen, aber dafür umso heftigeren Regenschauer zum Opfer. Die gute Stimmung ließ sich dadurch allerdings niemand nehmen, bis es nach der Abendandacht es um Mitternacht hieß: "Nachtruhe".

Am Samstagmorgen widmeten sich die Teilnehmer einem Gruppenbild und einer Themeneinheit im Zirkuszelt, bei der die Jahreslosung aufgegriffen wurde. Es ging um die Sehnsucht der Menschen nach Anerkennung. Anschließend diskutierten die Konfirmanden in insgesamt 30 unterschiedlichen "Talkshops "über Themen, wie "Liebe, Sex, Erotik, Fußpilz", "Okkultismus, die Macht aus dem Jenseits", "Beweise mir Gott" oder "Wahre Liebe wartet". Ein Konfirmand betonte: "Hier konnte ich endlich mal ganz ungezwungen meine Fragen stellen."

Dem bestens gerüsteten und bewährten Küchenteam gelang es immer, die beinahe 550 Hungrigen mit reichlichem leckerem Essen zu versorgen. Der Samstagnachmittag war durch kreative Workshops geprägt. Die Konfirmanden konnten dabei nach Lust und Laune aus 24 unterschiedlichen Angeboten wählen: Der Badesee war bei den Wetterverhältnissen der Top-Programmpunkt, aber auch die anderen Bereiche wie, Mutsprung, Kletterwand, Tattoos, Gesichtsmasken, Emaillieren, Batiken, Digitale Fotografie, Beachvolleyball und Fußball fanden ihre Liebhaber.

Ein Jugendgottesdienst am Samstagabend zum Thema "Zweite Chance" und noch einmal Funpark diesmal ohne Beeinträchtigung durch Regen rundeten diesen Tag ab. Nach einer wie immer zu kurzen Nacht wurde am Sonntagmorgen ein mitreißender Gottesdienst gefeiert, nach dem die Konfirmanden müde, aber glücklich nach Hause fuhren.

pm