Lokales

"Bei Vergaben fast keine Chance"

Der Arbeitskreis Esslingen-Nürtingen der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) hat mit seinen Delegierten am Landesverbandstag in Rust teilgenommen.

KREIS ESSLINGEN Zentrales Thema des Verbandstags war ein von der EU gefördertes Seminar, das Entscheidungsträgerinnen im Handwerk in den Themenbereichen Controlling, Kreditrating und ganzheitlicher Unternehmenssteuerung (Balanced Scorecard) fit macht. Die Esslinger UFH-Arbeitskreis-Vorsitzende Ursula Mönch prüft nun, ob das Seminar, das selbst Nicht-Mitgliedern und sogar Männern offen steht, auch im Landkreis Esslingen angeboten werden kann.

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Aktuell hat der Landesverband der Unternehmerfrauen im Handwerk 2 200 Mitglieder, davon 60 im Landkreis Esslingen. Damit repräsentiert der Verband branchenübergreifend sechs Prozent aller Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg. Rund 90 Vorstandsmitglieder aus 30 Arbeitskreisen tagten in Rust unter dem wirtschaftspolitischen Motto "Ausverkauf von Handwerk und Mittelstand".

Nachdem Ministerpräsident Günther Oettinger hatte absagen müssen, übernahm Staatsminister Willi Stächele dessen Part. Er zeigte sich zuversichtlich, dass eine neue Regierung die Verwaltung entbürokratisieren und die Eigenverantwortung des Einzelnen stärken werde. Den UFH-Landesvorstand lud er zu einem Hintergrundgespräch mit dem Ministerpräsidenten in der Stuttgarter Regierungszentrale ein.

UFH-Landespräsidentin Brigitte Kreisinger gab Willi Stächele schon einmal mit auf den Weg, juristisch eine beschränkte Ausschreibung kommunaler Aufträge im Wert von etwa 30 000 bis 100 000 Euro zu ermöglichen. Denn obwohl sich der Mittelstand vielfältig in seiner Kommune engagiere, habe er bei Vergaben fast keine Chance mehr.

pm