Lokales

Beinharte Gangart in der Weilheimer Wühle

Außer der Tatsache, dass der TSV Weilheim gegen die TG Hofen mit 29:25 gewinnen konnte, gibt es vom letzten Heimspiel der Limburgstädter im Jahr 2006 wenig Positives zu berichten. Insgesamt 24 Zeitstrafen verhängten die selbstgefällig und unsicher leitenden Schiedsrichter, in einer Landesliga-Partie, die geprägt war von zahlreichen Nicklichkeiten und Spielunterbrechungen.

WEILHEIM Trauriger Höhepunkt in einem von beiden Seiten übermäßig hart geführten Spiel war das dreimalige Anrücken des Krankenwagens (Verletzungen an Auge und Knie bei den Weilheimern Auweter und Gomringer sowie eine Platzwunde bei Hofens Florian Wengert), drei Rote Karten und die Verweisung des gegnerischen Sekretärs vom Zeitnehmertisch. Einziger Lichtblick aufseiten der Gastgeber war einmal mehr Torhüter Michael Rehkugler, der mit zahlreichen Paraden, darunter sechs gehaltenen Siebenmetern bei insgesamt neun Hofener Versuchen, wesentlich zum Sieg seiner Mannschaft beitrug.

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Das Spiel begann für die Gastgeber verheißungsvoll. Nach schneller 3:0-Führung hatte Weilheim mehrfach die Chance, den Vorsprung auf 5:0 oder gar 6:0 zu erhöhen. Doch wie schon in den vergangenen Spielen ging der TSV zu leichtfertig mit den sich bietenden Chancen um. Die logische Konsequenz war der Anschlusstreffer der TG Hofen zum 3:2 in der 8. Minute. Dieser knappe Vorsprung hatte bis zur 21. Minute Bestand (9:8), wobei sich die Mannschaft bei Torhüter Rehkugler bedanken musste. Mit einem energischen Zwischenspurt in den letzten Minuten vor der Halbzeit sicherten sich die Beichter-Schützlinge dann doch noch einen relativ deutlichen 14:9-Vorsprung.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits allen klar, dass man an diesem Abend kein schönes Spiel zu Gesicht bekommen würde und dass noch lange nichts entschieden war. In der zweiten Hälfte geschah aus spielerischer Sicht nicht mehr allzu viel. Lediglich dem Schiedsrichtergespann gelang es in den zweiten 30 Minuten mehrmals, sich in Szene zu setzen. In dieser Phase fiel dann auch die eklatante Abschlussschwäche der Hausherren von den Außenpositionen ins Auge. Egal wer sich mühte Klein, Bleher oder Bachofer keiner konnte den Ball im gegnerischen Gehäuse unterbringen. Einzige Ausnahme an diesem Abend: Marco Schill, der als gelernter Rückraumspieler in der letzten Viertelstunde vier wichtige Tore von Rechtsaußen erzielte und so gemeinsam mit Gerhard Bächle am Kreis, dem fünf Minuten vor dem Ende noch zwei Tore in Unterzahl gelangen, dafür sorgte, dass den Limburgstädtern die wichtigen zwei Punkte gegen Spielende nicht noch durch die Finger rutschten.

Bei aller Freude über den wichtigen Heimsieg überwiegt im Lager des TSV Weilheim zunächst allerdings die Ungewissheit über die Schwere der Knieverletzung von Markus Gomringer, der seiner Mannschaft in den letzten beiden Partien des Jahres mit Sicherheit fehlen wird.

ab

TSV Weilheim:

Müske, Rehkugler Auweter, Würth, Sigel (1), Schill (5), Klein, Gomringer (4/2), Bachofer (6/1), Weiss (5), Bleher, Allgaier (6/2), Mauch, Bächle (2).TG Hofen:

Kopp, Römer Kaufmann (2), Mundus (6), Bellinger (9/1), Wengert, Ulmer (4/2), Fürst, Röhrer (1), Fürst (1),Müller (1), Graf, Pfeilmaier (1), Linsenmaier.